Poggiomarino
Poggiomarino liegt im Sarno-Tal östlich des Vesuvs, in der Metropolregion Neapel. Die meisten Besucher fahren hier auf dem Weg nach Pompeji vorbei, ohne zu ahnen, dass der Boden unter ihren Füßen eine noch ältere Geschichte birgt: Im Jahr 2000 stieß man beim Bau einer Abwasseranlage zufällig auf eine bronzezeitliche Siedlung, die auf künstlichen Inseln inmitten schiffbarer Wasserläufe angelegt war. Die jüngere Stadtgeschichte ist eng mit dem Nachbarort Striano verknüpft: Ende des 16. Jahrhunderts zog der Bau des „Sarno-Grafenkanals“ erste Siedler an, und 1738 kaufte der genuesische Kaufmann Giacomo de Marinis das Land und gab ihm seinen heutigen Namen. Von den Ausgrabungsstätten über alte Kirchen bis hin zu Adelshäusern — dieser Ort lohnt einen Schritt abseits der Hauptroute.
Italien · 8 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Archäologischer Flusspark Longola
Im östlichen Teil des Parks erwartet Sie eine rekonstruierte prähistorische Pfahlbausiedlung: Künstliche Inseln liegen zwischen Sumpfkanälen, auf ihnen stehen Strohhütten, die nach dem Vorbild der Sarrasti-Bevölkerung nachgebaut wurden. Das ist keine bloße Fantasie — darunter befindet sich die echte bronzezeitliche Siedlung, die im Jahr 2000 durch die Aushubarbeiten für eine Kläranlage am Sarno zufällig ans Licht kam. Der sauerstoffarme Untergrund des Sumpfes wirkte wie ein natürlicher Kühlschrank und bewahrte das Holzgerüst der Inseln sowie mehrere Einbäume über dreitausend Jahre lang nahezu unversehrt.
Quellen: it.wikipedia.org
Kirche Allerheiligste Muttergottes vom Rosenkranz
Diese Kirche am Piazza Madonna del Rosario im Ortsteil Froico wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude hat nur ein einziges Mittelschiff, ist aber von einer Reihe von Anbauten umgeben: Glockenturm, Pfarrbüro, Beichtkapelle, Sakristei und die Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes; im Obergeschoss befindet sich die Priesterwohnung. Wer eintritt, wird zuerst vom Barockaltar angesprochen — in der Apsis thront eine hölzerne Rosenkranzmadonna aus dem 17. Jahrhundert.
Das Wunder des heiligen Antonius von Padua
Beim Vesuvausbruch von 1906 ergossen sich Lavaströme über Boscoreale, Boscotrecase, Torre Annunziata, Terzigno, San Giuseppe Vesuviano und Ottaviano — Poggiomarino blieb verschont. Der Überlieferung nach soll der heilige Antonius die Lava vor den Augen vieler Zeugen aufgehalten haben. Dieses Ereignis bewog die Bewohner, Rom eine Petition zu schicken und die offizielle Anerkennung des Heiligen als Stadtpatron zu erbitten. Am 21. August 1906 erließ Papst Pius X. ein Dekret der Ritenkongregation und erklärte den heiligen Antonius von Padua zum Schutzpatron von Poggiomarino. Die Bewohner hatten Antonius seit dem frühen 19. Jahrhundert verehrt; das päpstliche Dekret verlieh dieser über ein Jahrhundert gewachsenen Volksverehrung die höchste kirchliche Anerkennung.
Quellen: it.wikipedia.org
Das Wunder der Madonna von Froico
Im März 1875 soll in der Kirche Allerheiligste Muttergottes vom Rosenkranz im Ortsteil Froico — damals noch zur Gemeinde Boscoreale gehörend — eine alte hölzerne Rosenkranzmadonna reichlich Flüssigkeit aus ihrem Gesicht ausgeschwitzt haben. Das Phänomen soll sich 1876 und 1877 wiederholt haben; jedes Mal, wenn jemand versuchte, die Flüssigkeit mit einem Tuch abzuwischen, blieb das Tuch trocken. Gesammelt werden konnte sie angeblich nur von einem frommen vierzehnjährigen Mädchen namens Brigadera Giuliani. Bartolomeo Longo, der diese Erscheinungen mehrfach persönlich miterlebt hatte, plante zunächst, in Froico ein Heiligtum zu errichten; wegen des Widerstands der Familie Orsini gab er diesen Plan jedoch auf und legte am 8. Mai 1876 im Tal von Pompeji den Grundstein für ein anderes Heiligtum.
Quellen: it.wikipedia.org
Palazzo Carotenuto
Der Palazzo Carotenuto wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet; Auftraggeber war Don Ettore D'Alessio, der damalige Verwalter der Markgrafenfamilie De Marinis. Das dreigeschossige Gebäude ist solide gebaut; die Fassade ist symmetrisch um das zentrale Portal gegliedert, das zu Treppenhaus und Hinterhof führt, der sich zu einem großen Garten öffnet.
Quellen: it.wikipedia.org
Palazzo dell'Annunziata (Kristallpalast)
Der Palazzo dell'Annunziata wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Auftrag von Francesco dell'… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: it.wikipedia.org
Porta Boccapianola
Die Porta Boccapianola steht an der Via Passati Fuoco am südwestlichen Stadtrand von Poggi… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: it.wikipedia.org
Fundstätte Longola
Im November 2000 stießen Bauarbeiter bei Erdarbeiten für ein Rückhaltebecken am Klärwerk d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: it.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Poggiomarino?
Archäologischer Flusspark Longola, Kirche Allerheiligste Muttergottes vom Rosenkranz, Das Wunder des heiligen Antonius von Padua und mehr — insgesamt 8 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
Ist der Guide zu Poggiomarino kostenlos?
Die ersten 5 Orte sind kostenlos; die übrigen 3 schaltest du mit einem Einmalkauf frei (kein Abo).