Centre Georges-Pompidou Centre Pompidou
Mitten in Paris steht dieses achtgeschossige Gebäude, das alles nach außen kehrt, was Architektur sonst versteckt: Rohre, Rolltreppen, Stahlträger – alles an der Fassade. Nach seiner Eröffnung am 31. Januar 1977, auf Betreiben von Präsident Pompidou, tauften Pariser es spöttisch „Notre-Dame der Leitungsrohre“. Unter einem Dach vereint es die erste große öffentliche Präsenzbibliothek Europas (BPI), ein bedeutendes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst sowie das Musikforschungsinstitut Ircam; die Kunstsammlung umfasst über 110.000 Werke von sechstausend Künstlern – die größte in Europa und eine der bedeutendsten weltweit. Auf dem Vorplatz stehen das Ircam-Gebäude und das Brâncuși-Atelier. Wer nur vor dem Eingang fotografiert, verpasst das Beste – die eigentlichen Entdeckungen liegen auf jedem Stockwerk, in den Details, die hier absichtlich zur Schau gestellt werden.
Frankreich · 18 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Bibliothèque publique d’information (BPI)
Alle Bücher stehen im offenen Regal und sind frei zugänglich – aber keines kann ausgeliehen werden. Die BPI ist eine staatliche öffentliche Bibliothek in Paris, die dem Kulturministerium untersteht: rund 350.000 Medien, 1.500 Lesplätze, 8.000 Quadratmeter. Statt nach Medientyp (Buch, Zeitung, Audiovisual) zu sortieren, folgt sie dem angloamerikanischen Vorbild und ordnet alles nach der Dewey-Dezimalklassifikation – wer sich an einem Thema festliest, findet Bücher, Zeitschriften und audiovisuelle Medien nebeneinander im selben Regal. Im ursprünglichen Konzept des Centre Pompidou war die Bibliothek das Herzstück, das die Besucher ins Haus zieht, damit sie auf dem Weg nach oben der Kunst begegnen.
Quellen: fr.wikipedia.org
IRCAM – Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique
Auf der Place Igor-Stravinsky ist nur ein gläserner Turm zu sehen – doch das IRCAM steckt größtenteils unter der Erde. Das Institut wurde vom Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez auf Einladung von Präsident Pompidou gegründet; einer der Gründe für den unterirdischen Bau war die Akustik: Weniger Störgeräusche, weniger unkontrollierbare Variablen. Hier arbeiten Musiker und Wissenschaftler Seite an Seite, und auch Mathematik, Biologie und Neurowissenschaften dienen als Werkzeuge zur Erforschung des Klangs. Den gläsernen Turm an der Erdoberfläche fügte Renzo Piano 1990 hinzu; was darunter liegt, gehört zu den am wenigsten bekannten Räumen des Zentrums.
Quellen: fr.wikipedia.org
Musée national d’Art moderne (MNAM)
Das vierte und fünfte Stockwerk des Centre Pompidou beherbergen gemeinsam das größte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa – und das zweitgrößte der Welt nach dem MoMA in New York. Das MNAM ist kein Anhang des Gebäudes, sondern sein eigentliches Herzstück. Das fünfte Stockwerk ist der modernen Kunst gewidmet (ab 1905, mit dem Fauvismus als Ausgangspunkt), das vierte der zeitgenössischen Kunst (ungefähr ab den 1960er-Jahren). Von über 110.000 Sammlungsstücken ist jeweils nur ein kleiner Teil gleichzeitig zu sehen, und die Präsentation wird grundsätzlich alle zwei Jahre erneuert – jeder Besuch bietet also ein anderes Bild. Vorläufer des Museums war das Musée national d’Art moderne, das 1947 im Musée du Luxembourg vollständig eröffnete; 1977 zog es mit dem Centre Pompidou an den heutigen Standort und überließ die Bestände vor dem Postimpressionismus dem Palais de Tokyo.
Quellen: fr.wikipedia.org
Museumsshop des Centre Pompidou
Das Geschäft neben dem Haupteingang am Vorplatz ist ohne Eintrittskarte zugänglich. Es ist der offizielle Shop des Centre Pompidou, 2016 von der Designerin Marie Deroudilhe mit Stahl und Sichtbeton neu gestaltet – eine bewusste Hommage an die freiliegenden Rohre und Träger der Fassade. Neben Kunstbüchern und Ausstellungskatalogen sind Keramiken, mundgeblasene Gläser, Schmuck und Designobjekte zu finden, darunter ein Regenschirm, der sich bei Nässe verfärbt. Die Auswahl der Waren ist selbst eine Art kuratorische Entscheidung.
Quellen: bonjourparis.com · overpass-api.de
Wechselausstellungen
Die Wechselausstellungen sind das Zugpferd des Centre Pompidou. 2019 wurden 25 Ausstellungen gezeigt, davon 21 Neueröffnungen; insgesamt kamen 1.868.705 Besucherinnen und Besucher – im Schnitt 6.048 pro Tag. Im Vergleich zu 2006 (24 Ausstellungen, 1.623.000 Besuche) ist das ein Wachstum von über 15 Prozent. Neben Ausstellungen bietet das Zentrum das ganze Jahr über Film, Aufführungen, Tanz, Theater, Konzerte, Diskussionen und Vorträge – ein abteilungsübergreifendes Programm, das weit über einzelne Ausstellungshallen hinausgeht.
Quellen: fr.wikipedia.org
Festivals und Veranstaltungsreihen
Das Jahresprogramm des Centre Pompidou ist dicht besetzt – fast jeder Monat hat sein eigen… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: fr.wikipedia.org
Bühnenperformances
Das Bühnenprogramm des Centre Pompidou ist bewusst breit angelegt: Performancekunst, Tanz… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: fr.wikipedia.org
Kino
Film gehört seit der Eröffnung des Centre Pompidou zu seinen Kernfunktionen – kein Beiprog… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Vorträge, Debatten und Kolloquien
Das Vortragsprogramm des Centre Pompidou verfolgt zwei Ziele zugleich: Gegenwartsthemen du… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: fr.wikipedia.org
Bildungsangebote
Das Centre Pompidou verteilt sein Bildungsangebot über das gesamte Gebäude – nicht nur in… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Éditions du Centre Pompidou
Der Verlag des Hauses, die Éditions du Centre Pompidou, wurde 1977 gleichzeitig mit der Er… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Calders kinetische Skulptur „Horizontal“
Vor dem Haupteingang des Centre Pompidou steht „Horizontal“ von Alexander Calder – ein fre… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Strawinsky-Brunnen
Auf dem Place Igor-Strawinsky gleich neben dem Centre Pompidou bewegen sich sechzehn fanta… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Place Georges-Pompidou (Piazza)
Der Place Georges-Pompidou vor dem Centre ist für seine Straßenkünstler bekannt – Pantomim… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Außenstelle Málaga
Die Außenstelle des Centre Pompidou in Málaga, Spanien, war das erste internationale „temp… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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KANAL – Centre Pompidou Brüssel
Das KANAL-Centre Pompidou in Brüssel ist eine Kooperation des Centre Pompidou mit der belg… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Außenstellen in Asien
Die konkreteste Umsetzung des Centre Pompidou in Asien ist Shanghai. Bereits 2007 kündigte… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Nordamerika-Pläne
Das bisher konkreteste Nordamerika-Projekt des Centre Pompidou war ein Satellitenzentrum i… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Centre Georges-Pompidou?
Bibliothèque publique d’information (BPI), IRCAM – Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique, Musée national d’Art moderne (MNAM) und mehr — insgesamt 18 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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