Sacré-Cœur Sacré-Cœur Basilica
Auf dem Gipfel des Montmartre thront diese schneeweißgekuppelte Basilika, die von fast jedem Winkel Paris' zu sehen ist. Sacré-Cœur ist mehr als ein Gotteshaus: Es ist ein politisches und kulturelles Denkmal. Nach der verheerenden Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 fassten fromme Franzosen ein „nationales Gelübde“ — am 24. Juli 1873 beschloss die Nationalversammlung den Bau im öffentlichen Interesse, 1875 wurde der Grundstein gelegt, und erst 1923 wurde die Basilika geweiht: über ein halbes Jahrhundert Bauzeit. Mit rund 130 Metern Höhe und einer Kuppel, die sich auf 83 Meter erhebt, war sie zeitweilig das weithin sichtbarste Gebäude der Stadt. Heute kommen jährlich fast elf Millionen Pilger und Besucher — nach Notre-Dame die meistbesuchte Sakralstätte von Paris. Im Inneren verbergen sich an den Portalskulpturen und den nach dem Krieg neu geschaffenen Buntglasfenstern Geschichten, an denen die meisten Besucher achtlos vorbeigehen.
Frankreich · 10 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Pilgerherberge Ephrem
Das Gebäude unmittelbar neben der Basilika ist kein gewöhnliches Hotel, sondern ein Pilgerzentrum: die „Maison d'accueil Ephrem“, heute „Hôtellerie de la Basilique“ genannt. Es liegt in der Rue du Chevalier de La Barre 35, direkt neben der Basilika, bietet 170 Betten in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern sowie Schlafsälen und verfügt über ein Restaurant, Tagungsräume und einen großen Mehrzwecksaal. Aufgenommen werden Einzelpilger, Familien und Gruppen sowie Besucher, die an Messen oder den Liturgien der Basilika teilnehmen möchten — darunter auch Gläubige, die an der ununterbrochenen Ewigen Anbetung mitwirken.
Quellen: sacre-coeur-montmartre.com · guidestchristophe.com · wikidata.org
Außenbau
Wer vom Vorplatz aufschaut, bemerkt sofort: Diese Kirche sieht anders aus als die anderen großen Gotteshäuser von Paris. Statt dem klassischen Langhaus liegt ein griechisches Kreuz mit vier gleich langen Armen zugrunde, über dem sich mehrere Kuppeln staffeln. Die mittlere misst vom Gewölbeboden bis zur Laterne 54,94 Meter, ihr Innendurchmesser beträgt 16 Meter — und darüber erhebt sich die große Zentralkuppel auf 83 Meter Gesamthöhe. Vor dem Bau des Eiffelturms war dies der höchste Punkt von ganz Paris. Die Kuppel schließt mit einer von Säulen umkränzten Laterne. Wer den weitesten Blick möchte, steigt 237 Stufen der Wendeltreppe hoch auf die Kuppelgalerie: Bei klarem Wetter reicht das Panorama rund dreißig Kilometer weit.
Quellen: fr.wikipedia.org
Innenraum
Wer durch das Hauptportal eintritt, findet sich in einer Abfolge von Seitenkapellen wieder: rechts beginnen die Michaelskapelle (auch Armeekapelle genannt), die Ludwigskapelle, die Loge der Kaufleute und Industriellen, die Kapelle der Seligen Margareta Maria Alacoque — dann folgen sieben Apsiskapellen und eine Vinzenzkapelle; am Ende des westlichen Querschiffs liegt die Loge der Landwirtschaft, daran anschließend die Kapelle der Königinnen von Frankreich und die Meeresmarienkapelle. Der Blick zum Hauptaltar führt unweigerlich nach oben: das goldstrahlende Mosaik in der Halbkuppel der Apsis ist das größte Mosaik Frankreichs.
Quellen: fr.wikipedia.org
Krypta
Die unterirdische Kapelle spiegelt den Grundriss der Basilika darüber — und gehört zu den am häufigsten übergangenen Räumen von Sacré-Cœur. Unten angekommen, fällt zunächst ein vier Meter breiter Lichtgraben auf, der das Gebäude ringsum umläuft: Durch Fenster und Rundfenster in den Grabenwänden fällt Tageslicht von unten ein, was eine ganz andere Atmosphäre schafft als das Kirchenschiff über einem. Den Mittelpunkt bildet die Pietà-Kapelle: Über dem Altar erhebt sich eine großformatige Beweinungsgruppe, die Jules Coutan 1895 vollendete; im Grab unter dem Altar ruhen die Gebeine der Kardinäle Guibert und Richard sowie der erste Grundstein der Basilika. Entlang der Umgänge öffnen sich je sieben Seitenkapellen, die den beiden Seitenschiffen der Oberkirche entsprechen.
Quellen: fr.wikipedia.org
Ausstattung und Statuen
Hinter jeder Kapelle steht eine Geschichte von Spendern aus ganz Frankreich. Die Michaelskapelle (Armeekapelle) ist mit militärischen Votivtafeln geschmückt und steht unter dem Schutz der heiligen Jeanne d'Arc: Die Michaelsstatue über dem Altar schuf Louis Noël, die Jeanne-d'Arc-Statue Léon Fagel. Die benachbarte Ludwigskapelle wurde von Anwälten und Richtern gestiftet; das Altarrelief zeigt, wie der heilige Ludwig dem Bischof von Paris die Dornenkrone überreicht — ein Werk von Hippolyte Lefèbvre; das Ludwigsmosaik stammt von Pascal Blanchard.
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Die große Orgel
Die große Orgel des Sacré-Cœur fällt beim ersten Betreten des Kirchenraums kaum auf – dabe… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kunst und Ausstattung
Das Innere der Basilika ist von Wänden, Böden und architektonischen Elementen bedeckt, die… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Die große Orgel – technische Anlage
Die große Orgel des Sacré-Cœur war bei ihrer Entstehung ein Instrument, das seiner Zeit we… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Das Glockengeläut
Im Glockenturm des Sacré-Cœur hängen fünf Glocken. Die vier kleineren – Félicité, Louise… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Alexandre Legentil
In der Totenkapelle der Unterkirche steht eine Säule, auf der eine Urne ruht – ein stiller… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Sacré-Cœur?
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