Hattuscha Hattusa
Die Steinmauern und Tempelgrundmauern, die sich hier über die Hügellandschaft verteilen, sind alles, was von Hattuscha geblieben ist – der Hauptstadt des Hethitischen Reiches, das Anatolien vom 17. bis zum 13. Jahrhundert v. Chr. beherrschte. Die Stadtmauern umschlossen rund zwei Quadratkilometer bergiges Gelände: Verwaltungsbauten, Adelswohnhäuser, Tempel und militärische Anlagen füllten die Unterstadt, während der Königshof sich in der Oberstadt und der Zitadelle konzentrierte. Von alledem sind heute vor allem die steinernen Fundamente der Tempel und Paläste übrig. Die Ausgrabungen begannen 1893; 1906 kamen Tausende von Keilschrifttafeln zutage, die das Bild der Hethiter für immer veränderten. Seit 1986 steht Hattuscha auf der UNESCO-Welterbeliste. Der Weg von der Unterstadt in die Oberstadt führt an Ecken vorbei, die viele passieren, ohne sie wirklich wahrzunehmen – hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Türkei · 15 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Wunschstein von Hattuscha
Am Eingang einer kleinen Kammer im Südteil des Großen Tempels steht ein dunkelgrüner, annähernd würfelförmiger Steinblock – von den Einheimischen Wunschstein (türk. dilek taşı) genannt. Er ist das einzige Stück dieser Gesteinsart in ganz Hattuscha, wird als Nephrit oder Serpentinit eingeordnet und wiegt rund 1.000 Kilogramm. Wozu er gedient hat und woher er in den Tempel gebracht wurde, konnte die Archäologie bis heute nicht klären. Gerade dieses Rätsel – seine unbekannte antike Funktion und der spätere Ruf als Wunschstein – zieht Besucherinnen und Besucher seit Jahrtausenden an diese Stelle.
Quellen: wikidata.org · en.wikipedia.org
Grüner Stein von Hattuscha
Neben einem Durchgang am Südende des Großen Tempels, der auf eine Außenstraße führt, liegt ein dunkelgrüner quadratischer Block. Er wurde annähernd würfelförmig behauen, misst an jeder Seite etwa 69 Zentimeter und wiegt rund 1.000 Kilogramm – ein für Hattuscha typischer Nephrit. Da die Oberfläche heute tiefer liegt als der umliegende Schwellenboden, ist er offensichtlich nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz. Er ist das einzige Stück dieses Steins im gesamten Ausgrabungsgebiet, und sein tatsächlicher Verwendungszweck bleibt ungeklärt – genau das ist es, was jeden Tag Menschen aus aller Welt hierherlockt.
Quellen: tr.wikipedia.org
Tempel 1
Tempel 1 ist der größte Tempel der Unterstadt – und direkt daneben befand sich einer der größten staatlichen Getreidespeicher des gesamten Hethitischen Reiches. In der Unterstadt, an der Stadtmauer zwischen der Zitadelle Büyükkale und Tempel 1, legten Archäologinnen und Archäologen eine Anlage mächtiger Getreidesilos frei: Hier wurden Vorräte gelagert, die die gesamte Hauptstadt versorgten und darüber hinaus im Reich verteilt werden konnten.
Quellen: fr.wikipedia.org
Haupteingang
Der Haupteingang von Tempel 1 liegt an der südöstlichen Seite der Tempelanlage und bildet das erste Tor zum gesamten Komplex. Beidseitig flankieren ihn Wächterkammern; dahinter öffnet sich ein Vorhof mit Säulengang, der sich auch zur Außenseite hin fortsetzt. Auf der Schwelle sind noch heute die Metallabdrücke der einstigen Türangeln und die Schleifspuren der Türblätter zu erkennen – alltägliche Details, die belegen, dass diese Welt tatsächlich gelebt und gearbeitet hat.
Quellen: turkisharchaeonews.net
Löwenbecken
Rund 40 Meter südlich des Haupteingangs steht dieses monumentale Steingebilde, das aus einem einzigen Kalksteinblock gehauen wurde. Es ist mindestens 5,5 Meter lang; an jedem der vier Ecken ist ein vollplastischer Löwenkopf zu sehen, dessen Körper als Flachrelief ausgeführt ist. Nach assyrischer Tradition wurde jedem Löwen fünf Beine gegeben, sodass das Tier sowohl von vorne als auch von der Seite vollständig wirkt. Lange hielt die Forschung das Objekt für ein rituelles Wasserbecken, doch neuere Untersuchungen zeigen, dass weder Ein- noch Ausflussöffnungen vorhanden sind; heute gehen die meisten Fachleute davon aus, dass es der Sockel einer großen Kultstatue vor dem Tempel war. Bei einer Restaurierung im Jahr 2017 wurden die verstreuten Bruchstücke neu zusammengefügt, auf einem Mörtelfundament gesichert und an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt.
Quellen: turkisharchaeonews.net
Innenhof
Durch das Tempeltor betritt man den zentralen Hof, der 27 mal 20 Meter misst. In der Ostec… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: turkisharchaeonews.net
Tempeltor
Dieses Tor bildet den Eingang zum eigentlichen Tempel I und spiegelt in seinem Aufbau das… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: turkisharchaeonews.net
Boğazköy-Museum
Das Boğazköy-Museum neben den Ruinen von Hattusa beherbergt eine Sphinx, die lange im Ausl… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: en.wikipedia.org
Büyükkale (Große Burg)
Büyükkale — auf Türkisch „Große Burg“ — ist ein rund 150 mal 250 Meter großer Felssporn in… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: tr.wikipedia.org
Büyükkaya
Büyükkaya ist ein weiterer Felssporn im Norden von Hattusa. Von 1994 bis 2005 konzentriert… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: en.wikipedia.org
Kesikkaya
Kesikkaya ist ein Felssporn am südwestlichen Ende der Unterstadt von Hattusa; hier beginnt… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: de.wikipedia.org
Nişantaş (Inschriftenfels)
In der Oberstadt von Hattusa trägt ein natürlicher Felsen auf seiner Ostseite mehrere Zeil… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: en.wikipedia.org · vici.org
Sarıkale
Sarıkale ist ein Felssporn im südwestlichen Stadtgebiet von Hattusa; auf seiner Westseite… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: de.wikipedia.org
Yazılıkaya
Yazılıkaya liegt etwa zwei Kilometer nordöstlich von Hattusa und ist ein hethitisches Frei… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: tr.wikipedia.org
Yerkapı
Yerkapı ist der markanteste Abschnitt der Südmauer der Oberstadt von Hattusa. Der dortige… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: de.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Hattuscha?
Wunschstein von Hattuscha, Grüner Stein von Hattuscha, Tempel 1 und mehr — insgesamt 15 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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