One World Trade Center
Blicken Sie am Fuß der West Street in Lower Manhattan nach oben: Der 541 Meter hohe Glasturm – genau 1.776 Fuß, eine Zahl, die bewusst auf das Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung verweist – durchstößt den Himmel wie ein Ausrufungszeichen. Das One World Trade Center, entworfen von David Childs des Architekturbüros SOM, steht an der Nordwestecke des ehemaligen WTC-Geländes und ist das Hauptgebäude des Wiederaufbauprojekts nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Es ist das höchste Gebäude der USA und der gesamten westlichen Hemisphäre. Der Turm erhebt sich inmitten des 16 Hektar großen World-Trade-Center-Areals; südlich grenzt das 9/11-Memorial mit Museum an, östlich liegt der Verkehrsknotenpunkt Oculus. Am 3. November 2014 eröffnet, birgt jede Etage – vom fensterlosen Betonsockel bis zur Aussichtsplattform ganz oben – Geschichten über Wiederaufbau und Erinnerung, die es lohnt zu entdecken.
Vereinigte Staaten · 6 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
One World Observatory
Mit dem Fahrstuhl geht es direkt in die Turmspitze: Das One World Observatory belegt die Etagen 100 bis 102 in einer Höhe von 386 Metern (1.268 Fuß) – damit ist es der höchste Aussichtspunkt in ganz New York City. Wie beim Empire State Building haben Besucherinnen und Besucher der Aussichtsplattform und Büromieter getrennte Eingänge: einer an der West Street, der andere im angrenzenden Einkaufszentrum, von wo eine Treppe hinunter zur unterirdischen Sicherheitskontrolle führt. Der eigentliche Aussichtsbereich mit Panoramafenstern befindet sich in der 100. Etage; die 101. Etage beherbergt eine Gastronomie, die 102. Etage ist Veranstaltungen vorbehalten. Von hier aus liegt ganz Manhattan zu Ihren Füßen.
Quellen: en.wikipedia.org
Turmform und Fassade
Wer vom Straßenrand aufblickt, bemerkt, wie der Turm mit zunehmender Höhe seine Form unmerklich wandelt. Der Grundriss ist ein Quadrat von 61 Metern (200 Fuß) Seitenlänge und rund 3.700 Quadratmetern Fläche – nahezu identisch mit dem Fundament der ehemaligen Zwillingstürme. Getragen wird der Turm von einem 56 Meter (185 Fuß) hohen, vollständig fensterlosen Betonsockel, dessen massive Wände gegen Fahrzeugbomben und andere Bodenattacken ausgelegt sind. Das Bemerkenswerteste: Ab dem 20. Stockwerk werden die vier rechten Winkel des quadratischen Sockels schrittweise abgeschnitten, sodass der Turm zu acht hochaufragenden gleichschenkligen Dreiecksflächen geformt wird.
Quellen: en.wikipedia.org
Nachhaltige Architektur
Hinter der Glasfassade verbirgt sich eine bemerkenswerte Umweltbilanz, die kaum Beachtung findet. Im Gebäude und bei der Innenausstattung wurden in großem Umfang Recyclingmaterialien eingesetzt – darunter Gipskartonplatten und Deckenplatten –, und rund 80 Prozent des Bauschutts wurden wiederverwertet. Das PureCell-Phosphorsäure-Brennstoffzellensystem des Turms erzeugt 4,8 Megawatt Strom; der anfallende Heizdampf wird ebenfalls in Elektrizität umgewandelt. Ergänzend speist das Gebäude extern erzeugten Wasser- und Windstrom ins Netz. Die Kühlung wird mit gesammeltem Regenwasser gespeist, was den Bedarf an städtischem Trinkwasser reduziert. Sämtliche Fensterscheiben bestehen aus extraklarem Glas für maximalen Tageslichteinfall; Lichtsensoren dimmen die künstliche Beleuchtung bei Sonnenschein automatisch herunter. Das gesamte Gebäude wird über ein Fernwärmenetz mit Dampf beheizt – Heizöl und Erdgas kommen kaum zum Einsatz. Für diese Maßnahmen wurde der Turm mit dem LEED-Goldstandard ausgezeichnet.
Quellen: en.wikipedia.org
Sicherheitsarchitektur
Hinter der Glasfassade steckt ein Sicherheitssystem, das die Lehren aus den Anschlägen vom 11. September 2001 direkt in Beton und Stahl übersetzt hat. Alle Treppenhäuser, Aufzugsschächte, Versorgungsschächte und Sprinklersysteme sind von 91 Zentimeter (3 Fuß) dicken Stahlbetonwänden umhüllt – dieselbe Spezifikation wie beim 7 World Trade Center. Die Treppenhäuser sind breiter und unter Überdruck gesetzt; ein separater Fluchtweg steht ausschließlich der Feuerwehr zur Verfügung, und das Belüftungssystem filtert biologische und chemische Schadstoffe. Diese Maßnahmen stehen in direktem Kontrast zu den ursprünglichen Zwillingstürmen, deren Kerne lediglich durch leichte Trockenbauplatten geschützt waren.
Quellen: en.wikipedia.org
Entwicklung des Entwurfs
Die 4.000 vertikalen Glasfinnen am Turmsockel, vor denen Sie heute stehen, sehen nicht so aus wie im ersten Entwurf. Nachdem The Durst Organization 2010 als Mitentwickler einstieg, wurden die ursprünglich schräg abgeschnittenen, mit Prismenglas verkleideten Sockelecken durch gerade Kanten ersetzt; die Sockelwände erhielten eine Verkleidung aus rund 4 Meter hohen Glasfinnen, die auf 20 Zentimeter breiten Edelstahlprofilen montiert sind. Noch auffälliger ist die Veränderung am Turmabschluss: Der Originalentwurf sah eine als „Skulpturhülle“ bezeichnete Radome – eine ineinandergreifende Fiberglas-Schale, die die Antenne einhüllt – vor; The Durst Organization plädierte jedoch dafür, diese Hülle wegzulassen, um Kosten zu sparen.
Quellen: en.wikipedia.org
Der Turmspitz und 1.776 Fuß
Die Höhe dieses Turms ist kein Zufall. Das Dach liegt auf 1.368 Fuß (417 m) — exakt die Hö… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: en.wikipedia.org
Häufige Fragen
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