Tuilerien-Palast Tuileries Palace
Wer vom Arc de Triomphe die Champs-Élysées entlangblickt, folgt einer der berühmtesten Stadtachsen der Welt — und diese Achse war einst auf einen Palast ausgerichtet, der heute nicht mehr steht. Der Tuilerien-Palast wurde 1564 auf Befehl Katharinas von Medici errichtet, an einem Ort, an dem seit 1372 Ziegelöfen betrieben worden waren. Später diente er als Pariser Residenz für Heinrich IV., Ludwig XIV., Napoleon I. und Napoleon III. sowie als Sitz der Ersten Republik und des Konsulats. 1857 wurde er mit dem Louvre verbunden; die Fassade erstreckte sich auf über 260 Meter. Am 23. Mai 1871 steckten Angehörige der Pariser Kommune den Palast in Brand; die Ruinen wurden 1883 abgebrochen. Heute betreten Sie einen weitläufigen Platz und einen Garten — unter Ihren Füßen aber liegen noch immer die Räume eines verschwundenen Palastes.
Frankreich · 18 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Theatersaal des Tuilerien-Palastes
Wenn Theaterschaffende heute „côté cour” (Hofseite) und „côté jardin” (Gartenseite) sagen, um Bühnenlinks und Bühnenrechts zu bezeichnen, gehen diese Begriffe auf diesen Saal zurück — eine Seite blickte auf den Hof des Louvre, die andere auf den Tuilerien-Garten. Der 1660 an den Pavillon de Marsan angebaute Saal trug offiziell den Namen „Salle des Machines” nach einer Bühnenmaschinerie des italienischen Architekten Gaspare Vigarani: Durch Falltüren und Mechanismen konnten während Opern- und Ballettaufführungen Bühnenbilder im Handumdrehen vor den Augen des Publikums gewechselt werden. Der Saal fasste fast 4 000 Zuschauer und war damit eine für die damalige Zeit außergewöhnlich große Aufführungsstätte.
Quellen: fr.wikipedia.org
Schlosskapelle des Tuilerien-Palastes
Im Nordflügel des Palastes befand sich der sogenannte „Pavillon de la Chapelle”, in dem die Schlosskapelle untergebracht war — ein Stockwerk mit einem Gang und einer Chorempore, das dem System der Prunkgemächer auf der Südseite spiegelsymmetrisch entsprach. Die Kapelle war mehr als ein Ort des Gebets. In den Bränden des Mai 1871 bestrich die Pariser Kommune Altar und Orgel der Kapelle gezielt mit Teer, damit die Flammen den Palast schneller verschlingen konnten. Heute stehen Sie auf dem freien Platz, unter dem einst diese absichtlich in Brand gesetzte Kapelle lag.
Steinsäule des Tuilerien-Palastes
Diese Kalksteinsäule gehört zu den greifbarsten erhaltenen Fragmenten des Tuilerien-Palastes. Nach dem Brand, den Angehörige der Pariser Kommune 1871 legten, wurden die Bauteile des Architekten Philibert de l’Orme zerstreut — einige versteigert, andere abtransportiert. Diese Säule gelangte schließlich nach Berlin und wurde dort 1884 als lokales Kulturdenkmal eingetragen. Am ursprünglichen Standort ist sie nicht zu sehen, doch ihre bloße Existenz erzählt eine Geschichte der Zerstreuung.
Große Treppe
Die Große Treppe wurde 1832 vom Architekten Pierre Fontaine im Pavillon de l’Horloge errichtet. Mit ihrer Fertigstellung erhielt der Palast sein endgültiges Erscheinungsbild; die Treppe wurde zur zentralen Erschließungsachse zwischen den Vorgemächern und den offiziellen Repräsentationsräumen. Die gesamte Umbaumaßnahme kostete über fünf Millionen Franc — eine bewusste Investition der Julimonarchie unter Louis-Philippe, um das Ansehen des neuen Königtums zu stärken.
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Pavillon de l’Horloge
Der Pavillon de l’Horloge war das zentrale Mittelrisalit des Tuilerien-Palastes. Katharina von Medici beauftragte 1564 den Architekten Philibert de l’Orme mit seinem Bau; später wurde er mehrfach umgestaltet und unter Ludwig XIV. vollständig im klassizistischen Stil neu errichtet, gekrönt von einer mächtigen Kuppel. Er bildete den visuellen Mittelpunkt der symmetrischen Fassade und den Ausgangspunkt des Zeremoniellweges — Besucher traten hier ein, gelangten in die Vorgemächer und stiegen von dort die Treppe zu den Repräsentationsräumen hinauf.
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Diana-Galerie
Die Diana-Galerie wurde 1667 vom Architekten Louis Le Vau entworfen und bildet den Abschlu… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Saal Ludwig XIV.
Der Saal Ludwig XIV. trägt den Namen des Sonnenkönigs und steht in der Empfangsfolge des S… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Thronsaal
Der Thronsaal war das zeremonielle Herzstück der Empfangsfolge im Tuilerien-Palast. In der… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Apollosaal
Der nach dem Sonnengott benannte Apollosaal folgte in der Empfangsfolge des Südflügels zur… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Konsulatssaal
Der Konsulatssaal stand in der Empfangsfolge zwischen dem Marschallssaal und dem Apollosaa… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Marschallssaal
Der Marschallssaal befand sich im Pavillon de l'Horloge und erstreckte sich über beide Sto… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Friedensgalerie
Die Friedensgalerie wurde 1832 vom Architekten Pierre Fontaine entworfen und trägt ihren N… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Gardesaal
Der Gardesaal (Salle des Gardes), auch „Warteraum“ (Salon d'attente) genannt, schloss unmi… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Großes Vestibül
Das große Vestibül war die Eingangshalle im Erdgeschoss des Pavillon de l'Horloge. Höfisch… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Jochgalerie
Die Jochgalerie wurde 1832 vom Architekten Pierre Fontaine entworfen und verlief als Korri… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Säulensaal
Der Säulensaal wurde 1832 vom Architekten Pierre Fontaine entworfen und trägt seinen Namen… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Kleines Vestibül
Das kleine Vestibül (Petit vestibule), auch Peristyl-Halle genannt, war der Haupteingang d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Tuilerien-Garten
Der Tuilerien-Garten umfasst 22,4 Hektar und grenzt im Osten an den Louvre, im Westen an d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
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