Aachener Dom Aachen Cathedral
Das Herzstück des Aachener Doms ist die Pfalzkapelle – ein achteckiger Zentralbau, den Karl der Große Ende des 8. Jahrhunderts in Auftrag gab. Sie war der erste Kuppelbau nördlich der Alpen seit der Antike und gilt als bedeutendstes Bauzeugnis der Karolingischen Renaissance. Errichtet auf den Fundamenten einer römischen Badeanlage, von dem fränkischen Baumeister Odo von Metz geleitet und etwa zwischen 795 und 803 fertiggestellt, wurde die Kapelle zur Grablege Karls des Großen. Von 936 bis 1531 wurden hier über sechs Jahrhunderte hinweg die deutschen Könige als römisch-deutsche Herrscher gekrönt. Im Laufe der Zeit wuchs der Dom stetig: Im Osten entstand ein gotischer Chor, ringsum eine Folge unterschiedlich gestalteter Kapellen. 1978 gehörte der Aachener Dom zu den ersten Stätten, die in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurden – als erstes Welterbe Deutschlands. Wer eintritt, entdeckt in jedem Winkel ein Stück Kaisergeschichte: von vergoldeten Reliquiaren bis zu tausendjährigen Bronzetüren.
Deutschland · 28 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Orgeln des Aachener Doms
Wer den Blick in den gotischen Chor und zum achteckigen Mittelraum hebt, entdeckt mehrere Orgelwerke. Das heutige Hauptinstrument wurde 1939 vom renommierten Orgelbauer Johannes Klais errichtet, knüpft jedoch an eine weit ältere Orgelgeschichte an. Nach mehreren Erweiterungen verfügt die Gesamtanlage heute über 94 Register, ergänzt durch zwei kleinere Instrumente. Damit der Klang den gesamten Kirchenraum gleichmäßig durchdringt, sind die einzelnen Pfeifenwerke bewusst an verschiedenen Stellen im Dom verteilt – statt an einem zentralen Ort konzentriert.
Quellen: de.wikipedia.org
Hauptorgel
In den nordöstlichen und südöstlichen Bögen des gotischen Chors hängt die Hauptorgel des Doms. Sie geht auf die Klais-Anlage von 1939 zurück und besteht bis heute aus zwei eigenständigen Teilen – Nordost und Südwest – mit je einem separaten Pedalwerk. Das Gesamtinstrument umfasst 64 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal; sowohl die Spieltraktur als auch die Registertraktur sind elektrisch. 2018 wurden drei Register ergänzt: zwei Pfeifen im Hauptmanual sowie eine horizontal ausgerichtete Tubatrompete, die von jedem Manual aus spielbar ist.
Hochmünsterorgel
Die Hochmünsterorgel hängt im Hochmünster, dem Verbindungsgeschoss zwischen dem Oktogon und dem gotischen Chor – sie ist das jüngste eigenständige Instrument der Aachener Orgelanlage. Ihre Vorgänger waren zwei 1939 von Klais gebaute Schwalbennestorgeln, die unmittelbar an den Ostpfeilern des Oktogons hingen. Bei der großen Restaurierung von 1991 bis 1993 vereinte die Firma Klais diese beiden Werke zu einem einzigen Instrument mit 30 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal; die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch. Die Hochmünsterorgel besitzt einen eigenen Spieltisch, kann aber auch gemeinsam mit der Hauptorgel gespielt werden.
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Karlsschrein
Im Zentrum des gotischen Chors steht dieser goldene Längsschrein, der die Gebeine Karls des Großen birgt. Mit 2,04 m Länge, 0,57 m Breite und 0,94 m Höhe ist er mit vergoldetem Silber und Kupfer, Grubenschmelz, Edelsteinen und bemalten Tafeln verkleidet; die Hausform erinnert an eine einschiffige Kirche. Der Schrein gilt als Meisterwerk der Masländischen Goldschmiedekunst des ausgehenden 12. Jahrhunderts. Den Ausgangspunkt bildete das Jahr 1165, als Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) die Reliquien Karls des Großen erheben und ihn seligsprechen ließ. Erst sein Enkel Friedrich II. ließ die Gebeine 1215 endgültig in den fertigen Schrein einschließen – bewusst gewählt auf den 27. Juli 1215, den Jahrestag der Schlacht bei Bouvines, die den deutschen Thronstreit beendet hatte; zwei Tage zuvor hatte Friedrich II. in Aachen erneut seine formelle Krönung vollzogen.
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Pala d’oro (Goldenes Antependium)
Die querformatige Goldtafel an der Vorderseite des Hauptaltars ist die Pala d’oro – italienisch für goldene Altartafel – und zählt zu den wenigen erhaltenen frühmittelalterlichen Metallantemensalien. Sie besteht aus 17 Reliefs, sämtlich aus Feingold mit einem Reinheitsgrad von 999,98‰ getrieben, und wird in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts datiert; nach allgemeiner Einschätzung ist sie eine Stiftung der sächsischen Kaiserzeit und entstammt vermutlich derselben Werkstatt wie das Basler Goldantependium. Die Tafel ist in einem 4×3-Raster gegliedert (Rahmung und Anordnung wurden im 19. Jahrhundert überarbeitet): Im Zentrum thront Christus in einer Mandorla, an den vier Ecken der Arkadenkreuzungen sind die Evangelistensymbole eingelassen, seitlich stehen die Gottesmutter Maria sowie der Erzengel Michael mit dem Drachen.
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Pfalzkapelle
Das Herzstück des heutigen Aachener Doms ist die Pfalzkapelle – und sie ist noch das Origi… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Allerheiligenkapelle
Die Allerheiligenkapelle ist der jüngste geschlossene Raum im gesamten Domkomplex: 1955 in… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Ungarische Kapelle
Die kleine Kapelle an der Südseite des Oktogons, zwischen dem Achteck und dem gotischen Ch… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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St.-Nikolaus- und St.-Michaels-Kapelle
Diese zweigeschossige gotische Kapelle aus Aachener Blaustein entstand zwischen etwa 1473… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Annakapelle
Die Annakapelle an der Südseite des Oktogons wurde 1449 errichtet – die letzte einer Reihe… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Matthiaskapelle
Die Matthiaskapelle unmittelbar südlich des gotischen Chors entstand zwischen 1379 und 142… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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St.-Karl- und St.-Hubertus-Kapelle
Diese zweigeschossige Kapelle nordöstlich des Oktogons wurde 1456 begonnen und nach etwa n… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Baugeschichte im Überblick
Der Aachener Dom lässt sich als eine lebendige, Schicht über Schicht geschriebene europäis… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Römische und frühchristliche Schichten
Unter dem heutigen Domfußboden liegen Schicht für Schicht Jahrhunderte der Geschichte. Die… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Die Karolingerzeit (9.–10. Jahrhundert)
Um 788 entschied Karl der Große, Aachen zu seinem festen Wohnsitz zu machen – ein Wendepun… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Standortwahl und architektonisches Konzept
Die Wahl Aachens als Kaiserresidenz war keine Zufallsentscheidung. Karl der Große gab nach… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Maße und Geometrie des Oktogons
Die Geometrie des Oktogons war kein Zufall. Die Kuppel erreicht eine Höhe von 31,40 Metern… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Zentrales Oktogon und Sechzehneck-Umgang
Wer im Mittelpunkt des Oktogons steht und den Blick hebt, schaut in die erste Kuppel nördl… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Westwerk und Vorhalle
Das Westwerk des Doms ist karolingisch: erhalten sind der Zentralkörper – dem im 19. Jahrh… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Atrium
In der Karolingerzeit erstreckte sich vor dem Westwerk ein dreiseitig umschlossener Vorhof… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Ostbau
In der Karolingerzeit schloss sich östlich des Sechzehneck-Umgangs ein zweigeschossiger Os… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Nord- und Südannexbauten
Nördlich und südlich der Pfalzkapelle befanden sich je ein zweigeschossiger Annexbau, die… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Ottonenzeit (10.–11. Jahrhundert)
Die Ottonen (sächsische Herrscherdynastie, 919–1024) betrachteten den Aachener Dom als Stä… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Stauferzeit (11.–13. Jahrhundert)
Der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa ließ einen prachtvollen Radleuchter in der Kuppe… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Romanische Umbauphasen
Das Äußere des Oktogons wurde in zwei romanischen Bauphasen verändert. Nach dem Stadtbrand… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Chor
Der gotische Chor ist eine „Glaskapelle“ (capella vitrea) des 14. Jahrhunderts, erbaut zur… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Der Gebäudekomplex im Überblick
Um das karolingische Oktogon herum scharen sich Anbauten aus allen Epochen. Der gotische C… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kreuzgang
Der Kreuzgang an der Südseite des Doms entstand 1187–1193 als Teil eines romanischen Klost… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Aachener Dom?
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