Kölner Dom Cologne Cathedral
Der Kölner Dom ist dem heiligen Petrus geweiht und gehört mit seinen 157,22 Meter hohen Doppeltürmen zu den höchsten gotischen Kathedralen der Welt. Sein Ursprung liegt nicht im Glauben allein, sondern in einem Reliquiar: Als 1248 der Grundstein gelegt wurde, war die Kathedrale als „steinernes Reliquienkästchen“ gedacht — bestimmt zur Aufbewahrung der Gebeine der Heiligen Drei Könige, was Köln zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des mittelalterlichen Europas machte. 1560 kam der Bau zum Stillstand; der unvollendete Torso ragte fast dreihundert Jahre lang in den Himmel, bis er im 19. Jahrhundert zum Symbol der deutschen Nation erklärt und nach den mittelalterlichen Originalplänen weitergebaut wurde — 1880 war er vollendet. Im Zweiten Weltkrieg stand er nahezu unversehrt inmitten einer zerstörten Stadt, was als „Wunder“ galt. 1996 wurde er zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Wer eintritt, findet hinter jedem Fenster, jeder Kapelle und jeder Glocke eine Geschichte, die selten erzählt wird.
Deutschland · 34 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Domschatzkammer
An der Nordseite des Doms steht ein dunkler bronzeverkleideter Kubus vor der gotischen Fassade — vielen wirkt er fehl am Platz, und genau das ist der Eingang zur Domschatzkammer. Durch ihn geht es hinunter in ein mittelalterliches Gewölbegeschoss, das sich bis zu den römischen Stadtmauern und einem antiken Abwasserkanal erstreckt. Als der Kubus am 21. Oktober 2000 eröffnet wurde, erntete er heftige Kritik; heute zeigt er auf drei Etagen und in sechs Ausstellungsräumen liturgische Geräte, Reliquiare und Kreuze — christliche Kunst vom 4. bis zum 20. Jahrhundert.
Quellen: de.wikipedia.org
Richter-Fenster
Wer im südlichen Querhaus den Blick hebt, sieht weder Heilige noch Könige, sondern 11.263 quadratische Glasscheiben von 9,6 cm Kantenlänge, in 72 Farben nach dem Zufallsprinzip auf 106 Quadratmeter Fensterfläche verteilt. Das ist das Richter-Fenster — das jüngste Fenster des Kölner Doms, entworfen vom Künstler Gerhard Richter und am 25. August 2007 in einem Gottesdienst enthüllt. Die abstrakte Form begeisterte die einen und provozierte heftige Kritik bei den anderen: Ein Fenster im mittelalterlichen Dom wurde zum Experiment über das Sehen selbst.
Quellen: de.wikipedia.org
Orgelanlage des Kölner Doms
Der Kölner Dom besitzt nicht eine einzige Orgel, sondern ein auf drei Standorte verteiltes Orgelsystem mit insgesamt 143 Registern — eine der größten Orgelanlagen Deutschlands. Ihr Kern besteht aus zwei Hauptorgeln und einem Hochdruckwerk, die alle über einen gemeinsamen Spieltisch gesteuert werden können; dieser befindet sich hinter dem Rückpositiv der Querhausorgel. Die Querhausorgel wurde 1948 von Hans Klais aus Bonn erbaut und auf einer Empore an der Kreuzgewölbeecke des Nordquerhauses aufgestellt; die Langschifforgel wurde 1998 von der Firma Klais installiert, 2006 ergänzte man das Hochdruckwerk am Westende.
Quellen: de.wikipedia.org
Domherrenfriedhof
An der Außenseite des östlichen Chors liegen flache Steinplatten ebenerdig in den Boden eingelassen — das ist der Domherrenfriedhof des Kölner Doms. Diese kleine unterirdische Grabstätte wurde 1925 angelegt und ist ausschließlich den Domkanonikern, Weihbischöfen und Generalvikaren des Kölner Doms vorbehalten; die Erzbischöfe werden gesondert in der Domkrypta bestattet. Der Raum ist etwa zehn Meter lang und im mittleren Abschnitt etwa drei Meter breit; an beiden Seiten sind je vier Lagen mit elf Grabfächern eingelassen, zusammen 88 Plätze. Die Deckplatten stammen vom früheren Dombaumeister Arnold Wolff. Über der Grabstätte erhebt sich eine Steinsäule — das einzige erhaltene Überbleibsel der Stiftskirche St. Maria ad Gradus, die vor dem Baubeginn des heutigen gotischen Doms im Jahr 1248 zum alten Kölner Kirchenensemble gehörte.
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„Judensau“-Schnitzerei am Chorgestühl
An einer Seitenwange des Chorgestühls im Kölner Dom verbirgt sich eine Schnitzerei, an der die meisten Besucher achtlos vorbeigehen: eine Sau, umgeben von Figuren, die als Juden dargestellt sind — ein Bildmotiv, das im mittelalterlichen Europa als „Judensau“ bekannt ist und als antisemitisches Propagandabild gilt. Die Schnitzerei entstand zwischen 1308 und 1311 und gehört zu den ältesten erhaltenen Darstellungen dieses Typs. Das Chorgestühl umfasst 104 Sitze und ist das größte mittelalterliche Chorgestühl Deutschlands, gefertigt von unbekannten Schnitzern in derselben Entstehungszeit; in unmittelbarer Nähe befindet sich ein weiteres antisemitisches Motiv, das sich auf die sogenannte Ritualmordslegende um Werner von Oberwesel bezieht.
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Dreikönigskapelle (Axialkapelle)
Am östlichsten Ende des Chorumgangs liegt die Dreikönigskapelle – die zentrale der sieben… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Johanneskapelle
Im östlichen Chorumgang des Kölner Doms, unmittelbar neben der Axialkapelle, befindet sich… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Gerokapelle (Kreuzkapelle)
Die Kreuzkapelle verdankt ihren Namen dem Gerokreuz – einem monumentalen Eichenkreuz, das… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Marienkapelle
Die Marienkapelle im Chorumgang des Kölner Doms ist seit dem Mittelalter ein bedeutender W… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Stephanskapelle
Die Stephanskapelle ist eine der sieben Radialkapellen im Chorumgang des Kölner Doms und d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Dreikönigsschrein
Hinter dem Hochaltar des Kölner Doms ruht ein goldener Schrein in Gestalt einer kleinen dr… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Glockenensemble des Kölner Doms
Das Glockenensemble des Kölner Doms umfasst zwölf große Glocken und gehört zu den bedeuten… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Königskopf (Glasmalereifragment)
Im Museum Schnütgen bewahrt ein nur 20 Zentimeter hohes Glasmalereibruchstück eine besonde… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Vierungsturm des Kölner Doms
Der Kölner Dom besitzt drei Türme: den Südturm, den Nordturm – und einen weniger bekannten… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Das Pflaster am Nordturm
Der Nordturm des Kölner Doms trug einst einen unübersehbaren roten Ziegelflicken: Bei eine… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Michaelsportal
Das Michaelsportal befindet sich in der Mitte der Nordfassade des Kölner Doms und ist das… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Gereonsportal
Das Gereonsportal befindet sich ganz rechts an der Südfassade des Kölner Doms, direkt gege… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Bronzerelief zum 20. Weltjugendtag
An einem Strebepfeiler der Südfassade des Kölner Doms am Roncalliplatz wurde am 15. Mai 20… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Petersglocke (Dicker Pitter)
Die schwerste Glocke im Südturm des Kölner Doms – die Petersglocke, von den Kölnern liebev… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Ursulaportal
Das Ursulaportal befindet sich ganz links an der Südfassade des Kölner Doms. Das Tympanon… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Petersportal
Das Petersportal ist das Haupteingangsportal im Erdgeschoss des Südturms und entstand glei… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Dreikönigsportal
Das Dreikönigsportal befindet sich links an der Westfassade des Kölner Doms, flankiert vom… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Domsakristei
Die Domsakristei ist ein zweigeschossiger mittelalterlicher Bau unmittelbar nordöstlich de… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Südturm
Der Südturm ist einer der beiden markanten Domtürme und sein Bau erstreckte sich über fast… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Nordturm
Der Nordturm des Kölner Doms überragt den Südturm kaum an Höhe, trägt jedoch die Spuren de… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Römische Stadtmauer im Domschatz
Im Untergeschoss des Domschatzes stößt man auf ein freiliegendes Stück antikes Mauerwerk:… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Römische Stadtmauer im Parkhaus
Im Parkhaus unter dem Domplatz (Einfahrt Ecke Komödienstraße/Trankgasse) ist ein weiterer… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Römischer Wachturm im Parkhaus
Die römischen Wachtürme unter dem Domplatz sind Teil der antiken Kölner Stadtbefestigung… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kölner Dom (Bauwerk)
Als der Zweite Weltkrieg endete, stand die Kölner Innenstadt weitgehend in Trümmern – und… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Eiserner Dachstuhl und Vollendung der Türme
1860 erhielt der Kölner Dom einen eisernen Dachstuhl, der rund 12.000 Quadratmeter Dachflä… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Merowingischer Dom
Die Anhöhe, auf der der Kölner Dom steht, war schon lange vor der gotischen Kathedrale ein… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Taufbecken (frühmittelalterliche Taufanlage)
Im Sockelbereich des Kölner Doms ist ein zugänglicher Archäologieraum erhalten, in dem ein… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Hildebolddom (Vorgängerkirche)
Unter dem heutigen gotischen Dom liegen die Fundamentmauern eines längst verschwundenen ka… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Antisemitische Darstellungen und der Dialog zwischen Christen und Juden
Der Kölner Dom bewahrt mehrere mittelalterliche Kunstwerke mit eindeutig antisemitischem G… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Kölner Dom?
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