Real Alcázar de Sevilla Royal Alcázar of Seville
Der Real Alcázar de Sevilla – die Königlichen Paläste von Sevilla – gehört zu den ältesten noch bewohnten Palastanlagen Europas: Seit dem 10. Jahrhundert hat er maurische Emire, kastilische Könige und bis heute das spanische Königshaus beherbergt. Seine Bauten spannen ein Jahrtausend: von almohadischen Festungsmauern über den mudéjarischen Prachtpalast Pedros I. (1364) bis zu Renaissancegärten und Barockkapellen. Wer sich die Zeit nimmt, über den Mädchenhof und den Botschaftersaal hinaus in die kleineren Höfe und Galerien vorzudringen, entdeckt, wie sich drei Kulturen – islamische, jüdische und christliche – in einem einzigen Bauwerk überlagert und durchdrungen haben.
Spanien · 21 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Gärten des Alcázar
Südöstlich des Palastkomplexes erstrecken sich die Gärten auf rund 60.000 Quadratmetern. Über 170 dokumentierte Pflanzenarten aus aller Welt wurden hier zusammengetragen. Die Wurzeln dieser Anlage reichen bis ins Spätmittelalter; ihre heutige Form erhielt sie bei einer Renaissance-Neugestaltung im 16. Jahrhundert. Beim Durchwandern durchquert man mehrere Bereiche mit eigenem Charakter — das Quecksilberbecken, den Tanzgarten, den Damengarten —, die die islamische Gartentradition des allgegenwärtigen Wassers mit europäischer Gartenordnung verbinden.
Quellen: es.wikipedia.org
Palast Peters I. (Mudéjar-Palast)
Ein Blick auf den Türsturz genügt: Arabische Inschriften loben immer wieder „unseren erhabenen Sultan Don Pedro“ — dabei war Pedro I. ein christlicher König Kastiliens. Darin liegt das Faszinierende am Mudéjar-Palast: ein Herrscherbau eines christlichen Königs, der sich vollständig in der Formensprache islamischer Handwerkskunst feiert. Pedro I. ließ den Palast zwischen 1356 und 1366 errichten; Handwerker aus Toledo, Granada und Sevilla realisierten ihn. Die Katholischen Könige und die frühen Habsburger ergänzten ihn später um weitere Elemente.
Quellen: es.wikipedia.org
Justizsaal (Sala de la Justicia)
Dieser quadratische Saal war schon vor der kastilischen Eroberung Sevillas das Herz islamischer Hofentscheidungen — die Almohaden (eine nordafrikanische Berberdynastie, die im 12. und 13. Jahrhundert über Al-Andalus herrschte) nutzten ihn als Maswar, den Beratungsraum der Wesire. Nach der Rückeroberung ließ Alfonso XI. den Raum zwischen etwa 1340 und 1350 im Mudéjar-Stil umgestalten und mit Bandfriesen versehen, die die Wappen seines persönlichen Ritterordens zeigen: Der von ihm gegründete Orden de la Banda entstand um 1340, und seine Abzeichen finden sich genau hier. Den Abschluss bildet eine hölzerne Kuppel (Qubba). Kastilische Könige tagten weiterhin hier; im 16. und 17. Jahrhundert hieß der Raum „Sala del Consejo“ — der Name änderte sich, die Funktion nicht.
Quellen: es.wikipedia.org
Islamische Stadtmauer (11.–12. Jh.)
Eine Tafel an diesem Mauerabschnitt hält fest: „Islamische Stadtmauer (11.–12. Jahrhundert), mit integrierter Wasserleitung zur Versorgung von Palast und Stadt in christlicher Zeit.“ Eine Radiokarbondatierung aus dem Jahr 2009 ergab als wahrscheinlichstes Baudatum etwa das Jahr 1090 (±40 Jahre) — das entspricht dem Ende der Taifenzeit oder dem Beginn der Almoravidenherrschaft. Ursprünglich als Wehr- und Hochwasserschutz angelegt, wurde die Mauer später in das Wasserversorgungssystem des Palastes eingebunden und leitete das Wasser des Aquädukts Caños de Carmona in die Palastgärten.
Quellen: ataral.es · es.wikipedia.org
Gedenktafel zur Feria de Abril
Diese Gedenktafel am Rand der Gärten an der Südseite des Alcázars erinnert an den Ursprung des bekanntesten Festes Sevillas: Am 25. August 1846 reichten der katalanische Kaufmann Narciso Bonaplata und der Baske José María de Ybarra beim Stadtrat von Sevilla einen Antrag ein, jährlich im April einen dreitägigen Vieh- und Landwirtschaftsmarkt abzuhalten. Im September desselben Jahres genehmigte der Rat den Vorschlag; am 18. April 1847 wurde die „Feria de Abril" auf dem Prado de San Sebastián offiziell eröffnet – mit anfangs neunzehn Ständen. Die Tafel führt vor Augen, dass das jedes Frühjahr so betörende Volksfest in Wahrheit aus dem Verwaltungsantrag für einen Landwirtschaftsmarkt hervorging.
Quellen: es.wikipedia.org · sevilla.org
Karl-V.-Pavillon
Dieser quadratische Pavillon wurde zum Gedenken an die Hochzeit Karls V. mit Isabella von… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: alcazardesevilla.com · eldiario.es · alcazarsevilla.org
Löwentor
Wer dieses Tor durchschreitet, betritt die älteste Eingangsöffnung des gesamten Alcázar. D… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Groteskengalerie
Diese rund 160 Meter lange Galerie ruht auf einer Almohadenmauer aus dem 12. und 13. Jahrh… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: freetoursevilla.es · es.wikipedia.org · alcazardesevilla.com
Kapelle Unserer Lieben Frau der Seefahrer
Die Kapelle befindet sich im Cuarto del Almirante, dem Admiralssaal, im Inneren der Casa d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org · archisevilla.org · explicartesevilla.blogspot.com
Hauptportal des Palastes
Vom Montería-Hof aus fällt der Blick auf diese Fassade: Ganz oben schwingt ein mächtiges H… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Puppenhof
Der Name „Puppenhof“ verwirrte den Historiker Rodrigo Caro schon 1637: Er vermutete, der H… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Prinzensaal
Der Saal trägt den Namen Juan de Trastámara, Sohn der Katholischen Könige – Königin Isabel… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Mädchenhof
Dieser rechteckige Hof misst 21 mal 15 Meter und ist von Arkaden umgeben: an den Längsseit… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Königliches Schlafgemach
Dieses Gemach – auch „Schlafzimmer des Maurenkönigs“ genannt – ist vom Mädchenhof aus zugä… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Karl-V.-Kassettensaal
Der Saal verdankt seinen Namen der Holzkassettendecke, die zwischen 1541 und 1543 entstand… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Botschaftersaal
Der Botschaftersaal ist der prächtigste Raum des gesamten Mudéjar-Palastes. Er steht an de… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Philipp-II.-Kassettensaal
Man betritt diesen Saal durch einen Seiteneingang des Botschaftersaals, dessen Bogen wegen… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Obergeschoss (Königliche Appartements)
Das Obergeschoss des Mudéjar-Palastes wurde unter Pedro I. errichtet und in zwei Phasen um… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kapelle
Diese Kapelle geht auf die 1271 gegründete Kapelle San Clemente zurück. Das heutige Kernst… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Große Halle
Die „Große Halle“ – auch „Gewölbesaal“ oder „Festsaal“ genannt – ist mit vier großformatig… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Teppichsaal
Die sechs Wandteppiche in diesem Saal blicken auf eine verschlungene Entstehungsgeschichte… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Real Alcázar de Sevilla?
Gärten des Alcázar, Palast Peters I. (Mudéjar-Palast), Justizsaal (Sala de la Justicia) und mehr — insgesamt 21 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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