Kathedrale von Sevilla Seville Cathedral
Die Kathedrale von Sevilla ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Erzbistums Sevilla — ein gotischer Hauptbau mit später hinzugefügten Renaissanceelementen, der 1987 gemeinsam mit dem Königspalast (Alcázar) und dem Archiv von Indien zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie erhebt sich auf dem Grundriss der 1172 errichteten Almohadenmoschee (der damals größten Moschee des Westens), von der heute nur noch das Minarett — die Giralda — und der Orangenhof erhalten sind. 1988 erklärte das Guinness-Buch der Rekorde sie zur flächenmäßig größten Kathedrale der Welt; 2023 besuchten über zwei Millionen Menschen das Gotteshaus. Der Überlieferung nach begann der Bau 1401; 1506 wurde symbolisch der Schlussstein des Gewölbes gesetzt, und bis 1593 waren alle Nebengebäude fertiggestellt. Hier ruhen Kolumbus und drei kastilische Könige. Nehmen Sie sich Zeit für die Kapellen, die Portale und die grün patinierte Wetterfahne hoch oben auf der Giralda — dort verbergen sich die eigentlichen Schätze dieser gewaltigen Kirche.
Spanien · 9 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Sagrario-Kirche (Sevilla)
Das Portal zur Avenida de la Constitución wirkt fast zurückhaltend — drei Pilasterzonen übereinander, die beiden unteren mit blinden Fenstern — doch wer die Schwelle übertritt, steht plötzlich in einer barocken Welt aus raumgreifendem Reliefschmuck. Die Iglesia del Sagrario ist eine eigenständige Pfarrkirche, die sich unmittelbar westlich an die Kathedrale schmiegt und den Westflügel des Orangenhofs einnimmt. 1618 begannen die Bauarbeiten; es dauerte über vierzig Jahre, bis das Gotteshaus 1662 fertiggestellt wurde. Heben Sie den Blick zum Gewölbe: das schwindelerregende Reliefgeflecht stammt von den drei Brüdern Borja.
Quellen: es.wikipedia.org
Orangenhof (Sevilla)
Der quadratisch angelegte Hof mit seinen Orangenbäumen ist das älteste erhaltene Stück der gesamten Anlage: Er war einst der Reinigungshof (Sahn) der Almohadenmoschee, in dem die Gläubigen vor dem Gebet rituelle Waschungen vollzogen. Der rechteckige Hof misst 43 mal 81 Meter; er entstand zwischen 1172 und 1186. Heute ist er vollständig in die christliche Kathedrale eingebettet — und doch lässt sich beim Blick unter die Orangenbäume die islamische Grundstruktur noch ablesen: Die sieben Mittelbögen an den Schmalseiten markieren genau die ursprünglichen Zugänge zum arabischen Innenhof, die heute zum Portal der Vergebung (Puerta del Perdón) führen.
Quellen: es.wikipedia.org
Königliche Kapelle
Die Königliche Kapelle liegt in der Apsis am Ostende der Kathedrale und ist die Grablege mehrerer kastilischer Herrscher. Hier ruhen Ferdinand III. (Fernando III. el Santo, 1201–1252), seine Gemahlin Beatrix von Schwaben (1198–1235), sein Sohn Alfons X. (1221–1284), Peter I. (Pedro I., 1334–1369) und dessen Gefährtin María de Padilla (um 1334–1361). Im Mittelpunkt des Altars steht die Virgen de los Reyes, die Schutzpatronin Sevillas — eine gotische Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert, die unmittelbar mit der Conquista der Stadt durch Ferdinand III. im Jahr 1248 verbunden ist.
Quellen: es.wikipedia.org
Giralda
Die Giralda vereint zwei Bauepochen: Der untere Teil ist das Minarett der Almohadenmoschee aus dem späten 12. Jahrhundert, der obere der im 16. Jahrhundert aufgesetzte Glockenturm — zusammen erreicht der Turm eine Höhe von 94,69 Metern. Kalif Abu Yaqub Yusuf I. (reg. 1163–1184) beauftragte 1172 den Baumeister Ahmad Ben Baso und seine Handwerker aus Marrakesch und Fès mit dem Bau der Moschee; 1176 wurden die Arbeiten unterbrochen, als der Kalif nach Afrika aufbrach, und am 14. April 1182 fand das erste Freitagsgebet in der fertigen Moschee statt. Das Minarett selbst wurde am 26. Mai 1184 begonnen. 1987 wurde die gesamte Kathedrale — einschließlich der Giralda — von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Quellen: es.wikipedia.org
Giraldillo
Der Giraldillo ist die bronzene Frauenfigur auf der Spitze der Giralda, gegossen 1568 vom Bronzegießer Bartolomé Morel: 3,47 Meter hoch, allein die Skulptur wiegt 1,2 Tonnen. In der rechten Hand hält sie ein schildförmiges Drehzeichen (Lábaro), das gleichzeitig als Wetterfahne dient; die linke Hand trägt einen Palmzweig; auf dem Helm leuchten zwölf Lilienblüten. Die Figur symbolisiert den Glauben (La Fe) und bildet den krönenden Abschluss des renaissancezeitlichen Umbaus des almohadischen Minaretts im 16. Jahrhundert. Weil sie sich im Wind dreht — girar auf Spanisch — gab man zuerst ihr den Namen „Giralda” (die Drehende); später übertrug sich der Name auf den ganzen Turm, während die Figur zum Kosenamen „Giraldillo” wurde.
Quellen: es.wikipedia.org
Sala Capitular (Kapitelsaal)
Der Kapitelsaal an der Südseite der Kathedrale ist der eleganteste Renaissanceraum des ges… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: catedraldesevilla.es · sevillaen360.es
Giralda
Die Giralda ist der Glockenturm der Kathedrale von Sevilla – 104 Meter hoch und von weiten… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Grab des Kolumbus
Seit 1899 ruht das Grab des Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla – nach einer langen Rei… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Dommuseum (Museo Catedralicio)
Das Dommuseum beherbergt eine der bedeutendsten Kirchenschatzsammlungen Spaniens: Gemälde… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: sevilla.guiajando.com · turismoporespana.com.ar · conocersevilla.com
Häufige Fragen
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