Universität Granada University of Granada
Wer durch Granadas Altstadt schlendert, stößt unweigerlich immer wieder auf „die Universität“ – und das liegt daran, dass sie kein Campus hinter Mauern ist, sondern die historischen Gebäude der Stadt eines nach dem anderen in Unterrichtsräume verwandelt hat. Die Universität Granada wurde 1531 von König Karl I. von Spanien auf der Grundlage einer päpstlichen Bulle von Papst Klemens VII. offiziell gegründet; damals trug sie den Namen Kaiserliches Kolleg San Miguel. Ihre Wurzeln reichen noch weiter zurück: bis zu der 1349 unter dem Nasriden-Herrscher Yusuf I. gegründeten islamischen Hochschule von Granada. Heute ist sie eines der beliebtesten Erasmus-Ziele in Europa – und hält die Stadt mit einer Reihe geretteter, restaurierter und neu genutzter historischer Gebäude zusammen. Hinter jeder Tür wartet ein Stück Geschichte, das zum Hörsaal geworden ist.
Spanien · 9 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Königliches Hospital (Hospital Real)
Schon die Steinfassade des Haupteingangs ist eine Ansage: Vier aufwendig gearbeitete Fenster im Platereske-Stil tragen die Wappen von Gründern und Kaisern, darüber knien die Katholischen Könige im Relief, und im Tympanon hält ein Adler des heiligen Johannes das königliche Wappen. Heute beherbergt das Gebäude das Rektorat und die Hauptbibliothek der Universität Granada – doch ursprünglich war es ein Krankenhaus, das die Katholischen Könige 1504 auf dem Gelände eines ehemaligen muslimischen Friedhofs nahe dem Elvira-Tor errichten ließen. Das Bauwerk, in dem gotische, Renaissance- und Mudéjar-Elemente ineinandergreifen, steht als Bien de Interés Cultural unter spanischem Kulturdenkmalschutz. Wer durch die Innenhöfe geht, taucht tiefer in die Geschichte ein.
Quellen: es.wikipedia.org
Herbarium der Universität Granada (GDA)
Das Herbarium der Universität Granada – unter dem Kürzel GDA international bekannt – bewahrt anderthalb Jahrhunderte botanischer Forschung auf der Iberischen Halbinsel und in Andalusien. Die Anfänge gehen auf das Jahr 1853 zurück, als Mariano del Amo y Mora, der erste Dekan der Fakultät für Pharmazie, hier die erste Botanikvorlesung abhielt und damit die Sammeltätigkeit in Gang brachte. Eine zweite Kollektion der Naturwissenschaftlichen Fakultät kam später hinzu; beide Bestände wurden 1995 verwaltungstechnisch zusammengeführt und 2000 am heutigen Standort auch räumlich vereint. Das GDA umfasst heute rund 159.420 Belege – Algen, Moose, Farne, Bedeckt- und Nacktsamer, Pilze und Flechten –, mit dem Schwerpunkt auf der Pflanzenvielfalt Andalusiens, Marokkos und der gesamten Iberischen Halbinsel. Rund 150.000 Belege mit fast 8.000 Arten sind bereits digitalisiert und über die GBIF-Plattform weltweit abrufbar. Das Herbarium ist kein Ausstellungsraum, sondern Forschungsbasis für die botanischen Institute der Fakultäten für Naturwissenschaften und Pharmazie – und zugleich das wichtigste Primärarchiv für die Pflanzengeschichte Südspaniens.
Quellen: gbif.es · herbarium.ugr.es
Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie
Das Gebäude dieser Fakultät im Stadtkampus (Campus Centro) hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte: Ursprünglich war es die Heimat der Pharmazeutischen Fakultät; als diese auf den Campus Cartuja umzog, wurde die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie 1988 hier gegründet und zog ein. Drei Stockwerke umschließen eine rechteckige Eingangshalle. Das Herzstück ist der Hörsaal „Aula 1812 – La Pepa“, der 245 Personen fasst und mit einer Simultandolmetschanlage ausgestattet ist; er dient gleichermaßen als Multifunktionssaal und Lehrraum für Postgraduierte. Die Fakultät widmet sich der Lehre und Forschung in Soziologie, Politikwissenschaft und Verwaltungswissenschaft.
Quellen: es.wikipedia.org
Botanischer Garten La Cortijuela
Dieser Botanische Garten liegt nicht in der Stadt, sondern im Nationalpark Sierra Nevada am Fuß des Trevenque-Gipfels auf etwa 1.600 Metern Höhe – der Weg dorthin führt entweder über einen Pfad, der nur für Geländefahrzeuge geeignet ist, oder zu Fuß über die „Sieben-Bogen-Brücke“ (Puente de los Siete Ojos) quer durch das Venegas-Bachtal. Der 12,4 Hektar große Garten wird gemeinsam von der Universität Granada und der Regionalregierung Andalusiens verwaltet, wurde 1965 gegründet und ist auf den Schutz und die Erforschung der Flora der Sierra Nevada spezialisiert – darunter über sechzig Endemiten, die ausschließlich hier vorkommen. Allein dieser Standort beherbergt mehr als 80 Prozent aller europäischen Endemiten.
Quellen: es.wikipedia.org
Bibliothek der Universität Granada (BUG)
Man sollte sie sich nicht als einen Raum voller Bücher vorstellen. Die Bibliothek der Universität Granada (BUG) ist längst mehr als ein „Behälter für Bücher“ – sie versteht sich als dynamisches Lern- und Forschungsressourcenzentrum (CRAI), dessen Aufgabe es ist, Lernen, Lehre und Forschung im gesamten Universitätsbetrieb zu unterstützen. Die Bibliothekssatzung der Universität definiert sie als eine „funktionale, administrative und verwaltungstechnische Einheit“, die alle bibliografischen und dokumentarischen Ressourcen der Hochschule – unabhängig von Format und Standort – sammelt, erschließt und den Nutzerinnen und Nutzern zugänglich macht.
Quellen: es.wikipedia.org
Instituto Carlos I de Física Teórica y Computacional
Im physikalischen Forschungsgefüge der Universität Granada sorgt dieses Institut vor allem… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Hochschule für Ingenieurwissenschaften Linares
Die Hochschule befindet sich in Linares in der Provinz Jaén und gehört heute zur Universit… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: es.wikipedia.org
Bronzestandbild Karls I. – „Gründer der Universität Granada“
Im Archivhof (Patio del Archivo) des Hospital Real erwartet Besuchende eine bronzene Kaise… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: patrimonio.ugr.es · patrimonio.ugr.es
„La Danza“ – Carmen Jiménez Serrano
Im Innenhof des Hospital Real, heute Sitz des Universitätsrektorats, steht eine lebensgroß… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: patrimonio.ugr.es
Häufige Fragen
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