Alexanderplatz
Der Alexanderplatz liegt am nordöstlichen Rand der Berliner historischen Mitte. Seinen heutigen Namen erhielt er 1805 anlässlich des Besuchs von Zar Alexander I. von Russland – die Berliner nennen ihn schlicht „Alex“. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz und die umliegenden Straßenzüge durch alliierte Luftangriffe stark zerstört; in den 1960er Jahren bauten die Behörden der DDR das ehemals verkehrsreiche Rondell zu einer rund acht Hektar großen Fußgängerzone um – viermal so groß wie vor dem Krieg. Heute durchqueren täglich mehr als 360.000 Menschen den Platz; er ist Berlins meistfrequentierter Ort und Ausgangspunkt für Besuche des Fernsehturms, des Nikolaiviertels und des Roten Rathauses. Wer es nicht eilig hat, entdeckt mehr: die langsam rotierende Weltuhr und die Geschichte einer verschwundenen Bronzestatue gehören zum eigentlichen Kern des Platzes.
Deutschland · 6 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Dachkamera des Park Inn by Radisson
Das Park Inn by Radisson ist ein 37-stöckiges Hochhaus am Rand des Alexanderplatzes. Auf dem Dach ist eine öffentlich zugängliche Panoramakamera installiert, die aus 120 Metern Höhe den gesamten Platz, den Fernsehturm und die Stadtsilhouette in Echtzeit überträgt. Die Dachterrasse im 39. Stock ist ebenfalls für Besucher geöffnet und bietet einen weiten Blick über die Museumsinsel, das Nikolaiviertel bis hin zum Brandenburger Tor – ganz ohne die langen Warteschlangen am Fernsehturm. Ein Überblick über das Format des „Alex“ aus der Vogelperspektive.
Quellen: parkinn-berlin.de · visitberlin.de
Gedenkstele zur Friedlichen Revolution
Am südlichen Rand des Platzes steht eine schlanke Stahl-Stele der Friedlichen Revolution, aufgestellt von der Robert-Havemann-Gesellschaft als Teil eines berlinweiten Projekts mit insgesamt achtzehn Gedenkorten auf beiden Seiten der ehemaligen Mauer. Die Stele erinnert an die Demonstration vom 4. November 1989 – der größten Kundgebung in der Geschichte der DDR. Rund 500.000 Menschen versammelten sich hier auf dem Alexanderplatz und riefen „Wir sind das Volk“ – fünf Tage später fiel die Berliner Mauer.
Quellen: overpass-api.de · germanhistorydocs.org · visitberlin.de
Stolpersteine „Asozial und Arbeitsscheu“
Im Pflaster vor dem Alexanderhaus sind fünf kleine Messingtafeln eingelassen – Stolpersteine, jede etwa zehn Zentimeter im Quadrat. Am 21. April 2016 legte der Künstler Gunter Demnig hier Berlins erste Stolpersteine für Opfer des Verfolgungsgrundes „asozial“ – fünf obdachlose Männer: Otto Bülow, Joachim Ebel, Paul Kobelt, Willi Kochannek und Karl Otto Mielke. Ihr gemeinsamer Verfolgungsgrund lautete „Asozial und Arbeitsscheu“ – der wörtliche Inhalt der Inschrift auf den Steinen. Alle fünf kamen im Konzentrationslager Sachsenhausen ums Leben.
Quellen: overpass-api.de · stolpersteine-berlin.de · stolpersteine-berlin.de
Weltzeituhr
Mitten auf dem Platz dreht sich langsam eine zehn Meter hohe Metallsäule: die Weltzeituhr, auch Urania-Weltzeituhr genannt. Auf dem Zylinder sind 146 Städtenamen eingraviert, ergänzt um eine Datumsgrenzmarkierung; 24 Segmente entsprechen den 24 Hauptzeitzonen der Erde. Wer seine Stadt auf der Metalltrommel findet, kann sofort ablesen, wie spät es dort gerade ist. Seit ihrer Aufstellung 1969 ist sie der beliebteste Treffpunkt für Berliner und Besucherinnen; seit Juli 2015 steht sie unter Denkmalschutz. Zu Füßen der Uhr ist im Pflaster eine kompassartige Windrose aus Stein eingelassen – von eiligen Passanten meist übersehen.
Quellen: de.wikipedia.org
Weltzeituhr
Die Turmzeigeruhr in der Mitte des Platzes ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des Alexanderplatzes. Auf dem rotierenden Metallzylinder sind 148 bedeutende Städte der Welt verzeichnet; wer seine Stadt findet, kann unmittelbar ablesen, wie spät es dort ist. Seit ihrer Aufstellung durch die DDR-Regierung 1969 ist sie nicht nur Touristenattraktion, sondern auch Berlins klassischer Treffpunkt – „Wir treffen uns an der Weltzeituhr“ ist für eine ganze Generation von Berlinerinnen und Berlinern ein selbstverständlicher Satz.
Quellen: en.wikipedia.org
Berolina-Statue
Auf dem heutigen Alexanderplatz sucht man sie vergebens – doch einst stand hier eine der b… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: de.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Alexanderplatz?
Dachkamera des Park Inn by Radisson, Gedenkstele zur Friedlichen Revolution, Stolpersteine „Asozial und Arbeitsscheu“ und mehr — insgesamt 6 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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