Berliner Dom Berlin Cathedral
Wer auf dem Lustgarten der Museumsinsel den Blick hebt, sieht ihn sofort: den Berliner Dom, die größte protestantische Kirche Deutschlands. Kaiser Wilhelm II. gab den Bau in Auftrag, Architekt Julius Carl Raschdorff entwarf ihn — zwischen 1894 und 1905 entstand ein Bauwerk im Geist der „von Barock geprägten italienischen Hochrenaissance“. Der Dom ist mehr als ein Gotteshaus: Er beherbergt eine der bedeutendsten Dynastiegrablegen Europas. Im Mai 1944 brannte die Kuppel durch einen Bombentreffer aus und stürzte teilweise ein; der Wiederaufbau zog sich bis 2002. Heute gliedert sich der Dom in die zentrale Predigtkirche, die südliche Tauf- und Traukirche sowie die unterirdische Hohenzollerngruft — und wartet mit Ecken auf, an denen täglich Tausende vorbeigehen, ohne innezuhalten.
Deutschland · 3 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Sauer-Orgel
Die mächtige Orgel in der Predigtkirche stammt aus dem Jahr 1905 — entworfen und gebaut von der Orgelbaufirma Wilhelm Sauer zeitgleich mit dem Domgebäude selbst. Das prunkvolle Prospekt schuf der Bildhauer Richard Moest. Technisch steht die Orgel auf dem Stand von 1905, und genau das macht sie so wertvoll: 7.269 Pfeifen, 113 Register und vier Manuale nebst Pedal machten sie zur größten Domorgel Deutschlands ihrer Zeit — und zur größten vollpneumatischen spätromantischen Orgel, die heute noch existiert.
Prunkossuarien von Friedrich I. und Sophie Charlotte
Die beiden prachtvollen Prunkossuarien in der Predigtkirche bewahren die Gebeine des ersten Königs in Preußen, Friedrich I., und seiner Gemahlin Sophie Charlotte. Entworfen vom Barockbildhauer Andreas Schlüter — das Ossuarium der Königin 1705, das des Königs 1713 — und gegossen von Johann Jacobi, gelten sie als Hauptwerke der Barockbildhauerei. Wer näher herantritt, entdeckt am Ossuarium der Königin: Der Sarg ruht auf vier Konsolen mit preußischem Adler, darüber liegt ein Krönungsmantel; davor sitzt die Figur des Todes als Mann, der den lateinischen Satz „Zum ewigen Gedächtnis der Königin Sophie Charlotte“ in ein Buch schreibt.
Quellen: de.wikipedia.org
Hohenzollerngruft
Eine Treppe abwärts aus der Predigtkirche führt in die Hohenzollerngruft, die beinahe das gesamte Untergeschoss des Berliner Doms einnimmt — die bedeutendste Dynastiegrablege Deutschlands. Sie steht in einer Reihe mit der Kaisergruft der Kapuzinerkirche in Wien, der Basilika Saint-Denis bei Paris und dem Escorial-Kloster bei Madrid: Europas wichtigste Fürstengrablegen. Hier ruhen 94 Mitglieder des Hauses Hohenzollern vom späten 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert, darunter Kurfürsten und Könige, die Brandenburg und Preußen entscheidend geprägt haben.
Quellen: de.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Berliner Dom?
Sauer-Orgel, Prunkossuarien von Friedrich I. und Sophie Charlotte, Hohenzollerngruft und mehr — insgesamt 3 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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