Basilika San Vitale Basilica of San Vitale
Die Basilika San Vitale erhebt sich an der Stelle eines frühchristlichen Oratoriums, das der Überlieferung nach über dem Grab des Märtyrers Vitalis stand. Ihr Bau begann 532 n. Chr. und wurde am 17. Mai 547 von Bischof Maximian geweiht. Das Bauwerk gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse frühchristlicher und byzantinischer Kunst: Von außen wirkt der achteckige Zentralbau nüchtern, doch im Inneren überziehen goldgrundige Mosaiken den gesamten Altarraum und halten Kaiser Justinian sowie Kaiserin Theodora mit ihrem Hofstaat in feierlicher Pracht fest. 1960 erhob Papst Johannes XXIII. die Kirche zur Basilica minor; 1996 wurde sie als Teil des UNESCO-Welterbes „Frühchristliche Denkmäler Ravennas“ anerkannt. Wer eintritt und dem bewusst gewundenen Grundriss folgt, entdeckt bei jedem Schritt eine neue, vom Licht durchflutete Perspektive.
Italien · 5 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Nationalmuseum Ravenna
Gleich neben der Basilika erstrecken sich Kreuzgänge und Innenhöfe, die eine eigene Geschichte erzählen: Hier stand einst das Benediktinerkloster San Vitale, heute beherbergt es das Nationalmuseum Ravenna. Die Sammlung geht nicht auf die Basilika selbst zurück, sondern auf die Gelehrtenbestände der Kamaldulensermönche von Classe. 1804 entstand daraus das städtische „Museo Classense“, 1887 wurde es verstaatlicht und 1913 schließlich in die Klosterräume von San Vitale überführt. Römerzeit, Frühchristentum und Barock begegnen sich hier: Steinplastiken, Bronzefigurinen, Elfenbeinarbeiten, Ikonen, Waffen und Keramik sind rund um den Kreuzgangshof nach Gattungen geordnet.
Quellen: it.wikipedia.org
Außenansicht
Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie eintreten, und umrunden Sie das Gebäude einmal vollständig. Der Kernbau der Basilika San Vitale ist ein streng geometrisches Achteck, aus dem ein weiteres achteckiges Tambourgeschoss (Tiburio) aufsteigt; daran schließt die Apsis an – nach Ravennaer Tradition außen polygonal, innen halbrund – flankiert von kleinen Nebenräumen, die als Pastoforia, Prothesis und Diakonikon bezeichnet werden. Von der geraden Achsenführung einer klassischen christlichen Basilika, bei der Eingang und Apsis auf einer Linie liegen, weicht dieser Bau bewusst ab.
Quellen: it.wikipedia.org
Innenraum
Schauen Sie nach oben in den Kranz der Bögen, die die Kuppel tragen. In jeder der acht Ecken öffnet sich eine halbkreisförmige Exedra (Nischenausbuchtung), deren zwei Arkadengeschosse sie durchbrechen und die von großen Bögen auf Eckpfeilern gefasst werden – so weitet sich der Raum nach allen Seiten aus. Die Kuppel sitzt auf diesen Bögen und übertrifft an Höhe vergleichbare östliche Kirchenbauten. Durch das ständige Wiederkehren der Bögen wirkt der Bau leicht und fließend – ein Eindruck, der noch stärker gewesen sein muss, als die Säulen auf ihren hohen Stufenbasen noch nicht teilweise im Boden versunken waren.
Quellen: it.wikipedia.org
Mosaiken
Wenden Sie Ihren Blick dem Altarraum zu – hier liegt der Mittelpunkt des Mosaikprogramms. In der Konche (Halbkuppel der Apsis) thront Christus Pantokrator (der Allherrscher) auf einem blauen Erdball; zu seinen Seiten stehen je ein Erzengel. Mit einer Hand hält Christus eine Schriftrolle mit sieben Siegeln, mit der anderen reicht er dem von links herantretenden Vitalis einen Siegeskranz; auf der rechten Seite präsentiert Erzbischof Ecclesius, der Stifter der Kirche, ein Modell des Bauwerks. Am äußeren Rand des Apsisbogens tragen zwei schwebende Engel ein sonnenförmiges Christusmonogramm, flankiert vom himmlischen Jerusalem und Bethlehem.
Quellen: it.wikipedia.org
Orgel
Richten Sie den Blick nicht nur nach vorne zum Altar, sondern auch nach hinten und nach oben: Auf der Empore über dem Eingang steht eine Orgel. Es ist das Werk Nr. 798 der Orgelbaufirma Mascioni, erbaut 1960, mit drei Manualen und einem konkav-radial angeordneten Pedal, vollelektrischer Traktur sowie 53 Registern – davon 24 klingende, 15 abgeleitete, 13 erweiterte und 1 Kombination. Im Lauf der Jahre haben Weltklasse-Organisten wie Karl Richter und Marcel Dupré an diesem Instrument gespielt.
Quellen: it.wikipedia.org
Häufige Fragen
Welche übersehenen Ecken lohnen sich im Inneren von Basilika San Vitale?
Nationalmuseum Ravenna, Außenansicht, Innenraum und mehr — insgesamt 5 Orte, jeder mit Quellen und einem Guide in deiner Sprache zum Lesen oder Hören vor Ort.
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