Piazza dei Miracoli
Vom Bahnhof Pisa Centrale geht man nach Nordwesten – und steht plötzlich vor einer weitläufigen, fast unwirklich grünen Rasenfläche, auf der vier weiße Marmorbauten verteilt sind: der Dom, das Baptisterium, der Camposanto und natürlich der weltberühmte Schiefe Turm. Dies ist das Kunst- und Glaubenszentrum von Pisa, seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Dichter Gabriele D’Annunzio nannte die vier Bauten „Wunder“ – nach dem Krieg bürgerte sich der Name „Piazza dei Miracoli“, Platz der Wunder, ein. Das Ensemble liegt nicht im alten Stadtkern, sondern bewusst in der Nordwestecke vor den Stadtmauern – nur eine Stadt, die sich sicher fühlt, stellt ihre stolzesten Schätze vor die Tore. Lassen Sie sich nicht damit begnügen, ein Foto vor dem Turm zu schießen: Jedes Tor, jeder Turm, jede Inschrift auf diesem Rasen hat eine Geschichte, die kaum jemand erzählt.
Italien · 20 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Camposanto Monumentale
Die lange, schlichte weiße Mauer, die die Nordseite des Platzes abschließt, fällt leicht der Aufmerksamkeit des Schiefen Turms zum Opfer. 43 blinde Rundbogen reihen sich aneinander, nur zwei Tore unterbrechen die Fläche – von außen fast karg. Doch wer eintritt, steht in einem von hohen Mauern umschlossenen, rechteckigen Kreuzgang, dem Camposanto, der „Heiligen Erde“. Die Legende besagt, Erzbischof Ubaldo Lanfranchi habe auf dem Kreuzzug Erde vom Golgatha, dem Ort der Kreuzigung Christi, nach Pisa gebracht, damit der Boden des Friedhofs geheiligt sei. Der Camposanto war das letzte der großen Monumente auf dem Platz, das fertiggestellt wurde – und das am leichtesten übersehene.
Quellen: it.wikipedia.org
Piazza dei Miracoli
Der weitläufige, makellos gepflegte Rasen ist selbst eine Sehenswürdigkeit. Die gesamte Anlage ist Fußgängerzone – kein Verkehr, keine harte Pflasterung, vier weiße Marmorbauten wie sorgfältig auf grünem Samt arrangierte Kostbarkeiten. Manche sehen in der Anordnung der Gebäude ein astronomisches Muster, das dem Sternbild der Waage entspricht, mit dem Schiefen Turm als Dreh- und Angelpunkt. Seit 1987 gehört die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Pisas bedeutendstes Kunst- und Touristikzentrum. Die meisten Besucher eilen zum Schiefen Turm, ohne zu bemerken, dass sie gerade auf einer bewusst gestalteten Grünfläche stehen.
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Baptisterium San Giovanni
Das größte Baptisterium der Welt steht genau westlich des Doms: Umfang 107,24 Meter, Höhe 54,86 Meter – ein Rundbau, der von jeder Ecke des Platzes zu sehen ist. Grundsteinlegung war 1152 nach dem pisanischen Kalender; die Bauinschrift lautet „1153 mense Augusti fundata fuit haec“. Den Entwurf lieferte der Architekt Diotisalvi, dessen Name an einem der Innenpfeiler verewigt ist; er orientierte sich am Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem und des Felsendoms. Im Lauf der Zeit übernahmen Nicola und Giovanni Pisano die Bauleitung und ergänzten im gotischen Geschmack ihrer Zeit die Säulenarkaden der Obergeschosse sowie die Kuppel – so entstand die heutige doppelschalige Form: eine Halbkugel über dem ursprünglichen Kegelaufsatz.
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Dom zu Pisa
Der Dom zu Pisa gilt als Ursprungsbau des pisanischen Romanik-Stils. Den Grundstein legte Architekt Buscheto im August 1064; die Mittel stammten aus einem Zehntel der Kriegsbeute, die Pisas Flotte im selben Jahr bei Palermo auf Sizilien erbeutet hatte. Die Lage außerhalb der alten Stadtmauern war keine Verlegenheitslösung, sondern eine Geste: Eine mächtige Republik braucht sich nicht hinter Mauern zu verstecken. Den offiziellen Namen „Cattedrale Metropolitana Primaziale di Santa Maria Assunta“ trug das Gotteshaus zunächst als „Santa Maria Maggiore“; erst später setzte sich die heutige Bezeichnung durch. 1092 verlieh Papst Urban II. Erzbischof Daiberto den Primatialrang – eine Ehrung, die bis heute formal besteht, wenngleich nur noch liturgische Bedeutung hat.
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Schiefer Turm von Pisa
Der Schiefe Turm von Pisa ist der freistehende Glockenturm des Doms – aus Marmor, 58,36 Meter hoch gemessen ab Fundament, 57 Meter Bauhohe, Gesamtgewicht 14.453 Tonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 9. August 1173. Kaum war das Fundament fertig, begann der Turm auf dem weichen Sandboden abzusinken und sich zu neigen; die Arbeiten wurden unterbrochen und erst im 14. Jahrhundert wieder aufgenommen. Die endgültige Fertigstellung datiert auf 1373 – ein Bauprojekt über zwei Jahrhunderte. Neben dem Haupttreppenhaus umgeben sechs Arkadengalerien den Turm und nehmen die Rundbogenmotive der Domfassade auf. Der aktuelle Neigungswinkel beträgt 3,97 Grad zur Senkrechten.
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Porta Nuova (Neues Tor)
Die Porta Nuova öffnet sich auf der Westseite der Piazza dei Miracoli zur Via Santa Maria… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kapitolinische Wölfin (Lupa Capitolina)
Die Bronzewölfin auf der Piazza del Duomo versinnbildlicht die römische Gründungssage: Ein… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Putten-Brunnen (Fontana dei Putti)
Unmittelbar vor der Porta Nuova erwartet Besucherinnen und Besucher ein Brunnen aus weißem… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Porta del Leone (Löwentor)
An der Nordostecke des Camposanto, dicht an der Stadtmauer, ist ein dauerhaft zugemauertes… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Gefallener Engel (Angelo Caduto)
Die fragmentarische Bronzegestalt mit gebrochenen Flügeln auf der Rasenfläche stammt vom p… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Moses-Statue (Mosè)
An der Südseite der Piazza del Duomo, unmittelbar neben dem Erzbischöflichen Palast (Palaz… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Talentum-Gefäß (Vaso del Talento)
Auf einem Pfeiler neben der Porta di San Ranieri steht ein bauchiges Tongefäß, das sogenan… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Porta di San Ranieri
Der Eingang am südlichen Querschiff des Doms (rechtes Seitenschiff) ist eine der ältesten… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Cappella Dal Pozzo
Am Ende des Ostgangs des Camposanto befindet sich eine kleine Kapelle mit einer freistehen… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Torre del Leone (Löwenturm)
Die Torre del Leone steht unmittelbar neben der zugemauerten Porta del Leone und ist in di… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Torre di Santa Maria (Mariaturm)
An der Nordwestecke der Piazza, dicht an der Stadtmauer, steht die Torre di Santa Maria —… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Torre del Catallo
Am westlichen Ende der mittelalterlichen Stadtmauer an der Nordwestecke der Piazza steht d… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Pisaner Stadtmauer (Mura di Pisa)
Die Piazza dei Miracoli wird auf drei Seiten von mittelalterlichen Stadtmauern eingefasst… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Dommuseum (Museo dell'Opera del Duomo)
Das Gebäude auf der Ostseite der Piazza — mit seiner florentinisch geprägten Fassade — die… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Sinopien-Museum (Museo delle Sinopie)
Die langgestreckte Backsteinhalle auf der Südseite der Piazza war im Mittelalter ein Krank… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Häufige Fragen
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