Florenz Cathedral – Santa Maria del Fiore Florence Cathedral (Duomo di Firenze)
Die Silhouette von Florenz gehört diesem Dom – dem Duomo di Firenze. Er steht auf einem Fundament, das seit römischer Zeit der Verehrung diente; sein Vorgänger war die ältere Kirche Santa Reparata. 1296 beschloss die Florentiner Stadtregierung den Neubau, doch erst 1436 war der Bau in seiner Substanz fertig: Papst Eugen IV. weihte ihn im März jenes Jahres. Bei seiner Vollendung war er die größte Kirche der Welt – und einen Rekord hält er bis heute: die größte Backsteingespälbekuppel, die Menschen je errichtet haben. Das dreischiffige Langhaus mündet im Osten in einen mächtigen dreigliedrigen Zentralbau, über dem Brunelleschis Kuppel aufragt. Wer hineingeht, sollte den Blick nicht nur nach oben richten: die Reliefs am Campanile, das Mandorla-Portal an der Nordseite, die Überreste von Santa Reparata unter den Füßen – in jedem Winkel wartet eine Geschichte, an der die meisten Besucher achtlos vorbeigehen.
Italien · 19 Die übersehenen Ecken im Inneren
Die übersehenen Ecken im Inneren
Giottos Campanile
Der Campanile duckt sich nicht hinter den Chor, sondern tritt bündig mit der Westfassade auf den Platz – eine bewusste Entscheidung, damit er im Herz des Bischofsbezirks als starke Vertikale wirkt und gleichzeitig den Blick auf den Chor für die spätere große Kuppel freilaßt. Begehbar ist er bis 85 Meter Höhe; von unten zählt man 398 originale Steinstufen plus 15 Stufen am Eingang. Das eigentlich Faszinierende am Campanile ist nicht die Höhe, sondern die farbige Marmorverkleidung und der Relieffries am Sockel – Giottos Handschrift in Stein.
Quellen: it.wikipedia.org
Brunelleschis Kuppel
Den Blick nach oben gerichtet: Das ist die massive Backsteingewölbekrone, die den Vierungsraum abschließt. Bei ihrer Vollendung war sie die größte Kuppel der Welt – und sie ist es bis heute: die größte Backsteingewölbekuppel, die je gebaut wurde. Die Innenschale misst im größten Durchmesser 45,5 Meter, die Außenschale 54,8 Meter; die Gesamthöhe beträgt 116 Meter. Dass manche sie für das bedeutendste Bauwerk Europas seit der Antike halten, liegt nicht allein an den Maßen – sondern daran, dass sie mit den Mitteln der damaligen Bautradition schlicht nicht zu errichten war und ein völlig neues bautechnisches Denken hervorbrachte.
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Westfassade von Santa Maria del Fiore
Die Fassade, vor der Sie jetzt stehen, ist das Ergebnis eines sechs Jahrhunderte langen Bauratsels. Als Arnolfo di Cambio 1296 mit dem Bau begann, setzte er an der Westseite an, damit die alte Kirche Santa Reparata weiterhin genutzt werden konnte; seine Arbeit wurde 1302 mit seinem Tod unterbrochen, und Giotto hinterließ am Sockel bedeutende Spuren. Ende des 15. Jahrhunderts rief Lorenzo il Magnifico – Lorenzo der Prächtige – einen Wettbewerb aus, der ergebnislos blieb; 1587 ließ Francesco I. de’ Medici die vorhandenen Dekorationsteile kurzerhand abreien. Zweieinhalb Jahrhunderte lang zeigte die Kathedrale eine kahle Ziegelfassade, bis 1871 ein internationaler Wettbewerb die Entscheidung brachte: Der Entwurf von Emilio De Fabris wurde gewählt und 1887 vollendet. Was Sie heute sehen, ist eines der bedeutendsten Beispiele des neugotischen Stils in Italien – entstanden aber erst nach mehr als einer Generation zäher Debatten.
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Arnolfos ursprüngliche Westfassade
Bevor die heutige neugotische Fassade (Einheit 2) den Westabschluss bildete, stand dort fast drei Jahrhunderte lang ein völlig anderes Gesicht: die Originalfassade, die Arnolfo di Cambio 1296 entwarf. Sie war geprägt von farbigem Marmor, Cosmatenmosaiken, Wandnischen und einer Fülle von Skulpturen; die gotische Vertikaltendenz hielt Arnolfo durch eine klassisch-horizontale Gliederung zurück – besonnen statt überwältigend wie im nordalpinen Stil. Fertig wurde sie nie: Nach Arnolfos Tod 1302 ruhten die Arbeiten, und mehr als zweieinhalb Jahrhunderte zeigte die Kathedrale dem Stadtplatz eine unvollendete Stirn. Am 21. Januar 1587 ordnete Großherzog Francesco I. den Abriss an; der Architekt Bernardo Buontalenti leitete die Arbeiten bis zum 9. Juli desselben Jahres und hielt fest, kaum ein Marmorstück sei heil herausgekommen, selbst die Säulen seien zerschlagen worden.
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Ostseite des Campanile
Die dem Dom zugewandte Seite des Campanile ist die einzige der vier Seiten mit einem Eingang – weshalb der Hexagonfries am Sockel dort nur fünf statt sieben Felder zeigt, da zwei dem Durchgang weichen mussten. Die verbliebenen fünf Reliefs zeigen der Reihe nach: Schifffahrt, Gerechtigkeit (Herkules bezwingt Kakus), Ackerbau, Theater (der Wagen des Thespis) und Architektur (Euklid). Die ersten drei stammen von Andrea Pisano und seiner Werkstatt, die letzten beiden werden Nino Pisano zugeschrieben. In der Lünette über dem Portal befindet sich ein von Andrea Pisano um 1342–1343 geschaffenes Relief der Madonna mit Kind – das größte Bildwerk des Campanile auf Augenhöhe.
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Nordseite des Campanile
Die Nordseite des Campanile ist die am spätesten vollendete Seite des Skulpturenprogramms:… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Südseite des Campanile
Die zur Piazza del Duomo gewandte Südseite ist die Seite, auf der das Bildprogramm als ers… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Hauptschiff Santa Maria del Fiore
Vom Hauptportal aus zieht sich der Blick 153 Meter weit bis zur Kuppel – das ist die tatsä… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kuppelgalerie
Die Galleria della Cupola im Museo dell’Opera del Duomo ist der kompakteste Ausstellungsor… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Südöstliche Apsidenkapelle
Am Ostende des Doms umgeben drei polygonale Apsidentribünen den Kuppeltambour und bilden e… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Nordöstliche Apsidenkapelle
Diese nördliche Tribüne am Kuppeltambour folgt dem gleichen Grundriss mit fünf radial ange… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Porta della Mandorla
Dieses Nordportal zur Via Ricasoli ist das zuletzt vollendete und allgemein als schönstes… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Ausgrabungsstätte Santa Reparata
Wer vom rechten Seitenschiff des Hauptschiffs hinabsteigt, betritt den ältesten christlich… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Fassade des Florentiner Doms
Vor dieser Fassade fällt es schwer sich vorzustellen, dass hier über zweihundertachtzig Ja… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Apsidenbereich
Die Kuppel scheint über dem Dom zu schweben – möglich wird das durch das sorgfältig durchd… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Kircheninneres
Beim Eintreten überrascht vor allem die Weite. Das ist kein Zufall: Das Innere von Santa M… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Chorraum
Der Raum direkt unter der Kuppel, zwischen den vier Tragpfeilern des achteckigen Tambours… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Apsidenkapellen
Jedes der drei Blütenblätter der Apsidentribünen öffnet sich nach außen in fünf radial ang… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
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Domkapelle (Cappella Musicale del Duomo di Firenze)
Die Musiktradition dieses Ortes geht auf Dezember 1438 zurück, als Cosimo de’ Medici das e… 🔒 Vollständigen Guide freischalten
Quellen: it.wikipedia.org · duomo.firenze.it
Häufige Fragen
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